Arbeiten Unterwegs https://www.arbeiten-unterwegs.de Der etwas andere Reiseblog Sun, 16 Sep 2018 11:39:45 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.8 https://www.arbeiten-unterwegs.de/wp-content/uploads/2016/09/cropped-arbeiten-unterwegs-small-150x150.png Arbeiten Unterwegs https://www.arbeiten-unterwegs.de 32 32 Checkliste für das Arbeiten im Wohnmobil https://www.arbeiten-unterwegs.de/checkliste-arbeiten-im-wohnmobil/ https://www.arbeiten-unterwegs.de/checkliste-arbeiten-im-wohnmobil/#respond Sun, 16 Sep 2018 10:53:22 +0000 https://www.arbeiten-unterwegs.de/?p=3422 [weiterlesen]]]> Da die Frage gerade in einer FB-Gruppe aufgekommen ist, habe ich mal eine kurze Checkliste zusammengestellt, welche Dinge für uns wichtig sind, um im Wohnmobil zu arbeiten. Wenn du Ergänzungen oder Fragen hast, nutze die Kommentarfunktion.

Grundlegende IT

Wir sind schon vor dem Leben und Arbeiten im Wohnmobil auf Apple-Geräte umgestiegen. Es ist sehr praktisch, wenn alle Geräte problemlos miteinander kommunizieren.

„Erweiterte IT“

Diese Dinge sind nicht unbedingt notwendig, erleichtern aber unsere Arbeit

  • Headset mit Noice-Canceling – so kann man auch zu zweit arbeiten, Musik hören, telefonieren
  • iPad – nützlich für das Video drehen mit unseren iPhones, so kann man mehrere aus der Ferne steuern, sonst auch als Rechner Ersatz
  • externe Festplatten als Datenspeicher und Backup
  • Logitech Webcam und Mikrofon mit Halter sowie Videoleuchte für unsere Vorlesungen

Software/ Tools

  • Evernote – zum Speichern von Infos, Besprechungen, Gedanken und mehr
  • Trello – für das Projektmanagement
  • Google Suite – Email, Kalender und Kontaktverwaltung
  • Microsoft Office 365 – Word, Excel, PowerPoint
  • Slack – für die Teamkommunikation
  • Spark – als Mailclient
  • Authy – für zwei Phasen Authentifizierung
  • toggle – fürs Zeittracking
  • SevDesk – für die Buchhaltung
  • XMind – für Mindmaps
  • ScanBot – zum Scannen von Dokumenten
  • E-Post – falls wir doch mal Briefe versenden müssen
  • digitalkasten.de – für die analoge Post

Ausstattung im Wohnmobil

  • Solaranlage und Aufbaubatterien – für genug Strom beim Arbeiten
  • mehrere Sitzgelegenheiten – verhindern Verspannungen und Rückenschmerzen
  • Trinkflasche – um genug zu trinken über den Tag

Diese Dinge nutzen wir regelmäßig im Arbeitsalltag im Wohnmobil. Klar, wir bräuchten nicht alle, aber viele erleichtern den Alltag einfach und machen ihn damit entspannter.

 

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Digitale Buchhaltung: so mache ich es https://www.arbeiten-unterwegs.de/digitale-buchhaltung-so-mache-ich-es/ https://www.arbeiten-unterwegs.de/digitale-buchhaltung-so-mache-ich-es/#respond Wed, 22 Aug 2018 07:57:35 +0000 https://www.arbeiten-unterwegs.de/?p=3359 [weiterlesen]]]> Steffi und ich führen unsere Unternehmen fast 100% digital. Bei uns gibt es so gut wie kein Papier in der Buchhaltung. Wir werden immer wieder gefragt, wie wir das eigentlich machen. In diesem Artikel möchte ich euch mal meinen Workflow zeigen. Ich habe den Artikel so gegliedert, wie ich die Buchhaltung bei mir monatlich erledige. Ich nutze für das Schreiben von Rechnungen, die Verwaltung von Ausgaben und die Steuererklärung das Tool sevDESK. Es ist komplett online und ich kann es einfach über den Browser von überall nutzen. Es spart mir jeden Monat eine Menge Zeit und nerven und ich möchte nie wieder ohne leben.

Rechnungseingang

Die meisten Rechnungen kommen schon in digitaler Form bei mir rein. Entweder per E-Mail oder ich muss sie in einem Portal des Anbieters herunterladen. Ich habe mir eine E-Mail-Adresse buchhaltung@… eingerichtet und lasse alle Rechnungen, da wo es geht, direkt dahin senden. Die dort eingehenden Mails leite ich direkt an sevDESK weiter. Dort gibt es eine spezielle E-Mail-Adresse dafür. Meine Belege landen dann direkt in meiner Beleg-Inbox.

Da ich monatlich nur eine Rechnung aus einem Portal herunterladen muss, mache ich das per Hand. Wenn es irgendwann mehr werden, dann würde ich einen Dienst wie „Get My Invoices“ nutzen. Dieser lädt die Rechnungen automatisch herunter und schickt sie in mein sevDESK Konto.

Kassenbelege oder Papierrechnungen scanne ich mit dem Handy und der sevSCAN App direkt ein. Diese landen auch direkt in meinem Beleg-Eingang. So habe ich alle Belege digital vorliegen. Die Papierrechnungen könnte ich nach dem Scannen und speichern in sevDESK eigentlich vernichten, dass ist mittlerweile rechtlich möglich. Da ich jedoch nicht so viele Papierbelege habe, packe ich diese alle paar Monate in einen Briefumschlag und schicke ihn nach Deutschland zum archivieren.

Rechnungsausgang bzw. Rechnungen schreiben

Im Tool kann ich zunächst meine Kunden anlegen und diesen dann Angebote schreiben und ein Angebot direkt in eine Rechnung umwandeln. Auch das direkte Schreiben von Rechnungen ist möglich. Eigenes Briefpapier kann man hinterlegen, damit die Rechnungen im eigenen CI rausgehen. Über einen Editor lassen sich das Aussehen und einzelne Elemente platzieren.

Übersicht aller Rechnungen
Übersicht aller Rechnungen

Auch wiederkehrende Rechnungen sind möglich. Praktisch für Kunden, die jeden Monat eine Abrechnung erhalten. So vergesse ich die Abrechnung nicht. Die Rechnungen lassen sich direkt per E-Mail versenden, drucken oder als PDF abspeichern.

sevDESK lässt sich an verschiedene Dienste koppeln um zum Beispiel Bestellungen aus dem eigenen Onlineshop oder anderen Systemen zu importieren und daraus Rechnungen zu erstellen.

Rechnungsversand per Post brauche ich nicht. Falls ein Kunde so etwas möchte, dann könnte ich das über meinen E-Post Account erledigen. Da meine Kunden aber auch alle sehr digital sind, brauche ich das nicht.

Die Bank(en)

Eine sehr coole Funktion ist der automatische Import von Zahlungsein- und ausgängen diverser Bankkonten und Paypal und dergleichen. sevDESK importiert die Zahlungsvorgänge und bucht automatisch eingegangene Zahlungen. Ausgehende Zahlungen, also Rechnungen an mich, kann ich entweder über die vorhandenen Belege zuweisen oder auch Belege manuell hochladen. Mehr dazu im nächsten Absatz.

Die Übersicht aller Zahlungsein- und ausgänge
Die Übersicht aller Zahlungsein- und ausgänge

Die Belegerfassung

Die einzelnen Belege, die ich über App und per Mail bzw. über Schnittstellen ins mein sevDESK Konto lade, werden in einer Liste als offen dargestellt. Ich klicke diese alle 2-4 Wochen durch. Dabei erkennt das Tool die Inhalte oft von alleine und füllt mir alle Felder aus. So landen die Informationen jedes Belegs digital in der sevDESK Datenbank und ich kann sie weiter verarbeiten.

Belegerfassung mit sevDESK, so siehts in der Übersicht aus
Belegerfassung mit sevDESK, so siehts in der Übersicht aus

sevDESK erkennt die Inhalte der meisten Rechnungen und füllt viele Felder schon vorab richtig aus. Auch Besonderheiten wie Reverse Charge Rechnungen oder Rechnungen ohne Umsatzsteuer sind kein Problem.

Automatische Belegerkennung bei sevDESK - echte Zeitersparnis
Automatische Belegerkennung bei sevDESK – echte Zeitersparnis

Buchhaltung/ Belege buchen

Einmal im Monat muss ich meine Umsatzsteuervoranmeldung erledigen. Dabei muss ich die gezahlte Umsatzsteuer gegen die eingenommene rechnen, das elektronisch an das Finanzamt melden und den offenen Betrag überweisen. Hier spart mir sevDESK die meiste Zeit und ich bin jeden Monat wieder begeistert, wie schnell das geht.

Zuerst importiere ich die Zahlungen des letzen Monats von allen Konten. Jetzt gehe ich Zahlung für Zahlung durch und klicke den entsprechenden Beleg an. Falls einer fehlt, muss ich ihn heraussuchen und kann ihn direkt hochladen.

Meistens erkennt sevDESK schon den richtigen Beleg.
Meistens erkennt sevDESK schon den richtigen Beleg.

Wenn ich alle Zahlungen gebucht habe, checke ich noch, ob es Barbelege gibt, die ich auf die Kasse buchen muss und dann geht es weiter zur Umsatzsteuervoranmeldung.

Umsatzsteuervoranmeldung

Wer kennt das nervige Ausfüllen der Formulare nicht? Vereinnahmte Umsatzsteuer, ausgegebene, Reverse Charge etc. pp. Die monatliche Meldung über das Elster-Portal des Finanzamtes hat mir jedesmal Schmerzen bereitet… Jetzt klicke ich auf Umsatzsteuervoranmeldung und sevDESK generiert diese für mich und schickt sie direkt elektronisch an das Finanzamt. Ich sehe, ob ich etwas erstattet bekomme oder zahlen muss und kann die Zahlung direkt aus sevDESK heraus durchführen.

Umsatzsteuervoranmeldung in Sekunden
Umsatzsteuervoranmeldung in Sekunden

Steuerberater

Bisher brauche ich für meine Buchhaltung keinen Steuerberater. Ich könnte diesem aber über einen DATEV-Export auch alle Daten zukommen lassen so dass dieser die weitere Buchhaltung für mich übernehmen könnte.

Mahnungen

Jede Rechnung enthält ein Zahlungsziel und durch den Import der Zahlungen weiß sevDESk wann eine Rechnung überfällig ist. Dann kann ich direkt aus dem Tool heraus eine Mahnung schreiben und versenden. Auch eine sehr praktische Funktion.

Sicherheit

Noch ein Wort zur Sicherheit. sevDESK unterstützt zwei Phasen Authentifizierung. Neben Usernamen und Passwort habe ich eine App auf dem Smartphone, die eine zeitabhängigen TAN erstellt. Damit kann sich nicht einfach jeder in meinen Account einloggen, wenn er an mein Passwort gelangt.

Preise

sevDESK gibt es in drei Varianten:

  • Zum Erstellen von Rechnungen für 7,90 € im Monat
  • Rechnungen und Buchhaltung (Den Tarif habe ich) für 15,90 € im Monat
  • zusätzlich mit Warenwirtschaft/ Lagerverwaltung für 45,90 € im Monat

Briefe schreiben

Ab und zu muss ich mal analoge Post verschicken. Sei es ein unterschriebener Vertrag, ein Einschreiben oder ähnliches. Dafür nutze ich einen kostenlosen E-Post Account. Hier kann ich PDFs hochladen, die dann von der Post ausgedruckt und als Brief versendet werden. Zwei bis dreimal im Jahr nutze ich diesen Service. Der Account selbst kostet nichts, der Versand eines Dokumentes einen Betrag je Seite plus Porto. Ist etwas mehr als in der Filliale aber dafür von überall auf der Welt nutzbar. Man bekommt kostenlos noch eine Faxnummer dazu. So kann man auch Faxe empfangen.

Briefe empfangen

Für den Empfang von Post nutzen wir den Dienst „Mutti“. Meine Mutter macht die Post auf und scannt wichtige Dinge ein und schickt sie als Fax an meinen E-Post Account. Wenn sie das irgendwann nicht mehr machen will, würde ich einen Dienst wie Dropscan nutzen.

Fazit

Ich liebe sevDESK und will nie wieder ohne. Ich habe mich relativ schnell in die Bedienung eingearbeitet, schon nach einer Stunde konnte ich fast alles nutzen und bedienen. Die Scanapp finde ich sehr gut und der automatische Abgleich von Zahlungen ist einfach eine super Zeitersparnis. Du kannst sevDESK übrigens kostenlos 14 Tage testen: Klicke hier zum testen.

Die Links zu sevDESK in diesem Artikel sind Affiliate Links. Wenn du dich dort anmeldest, bekomme ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich im Preis nichts. Ich verlinke das Tool nicht wegen der Provision, sondern weil ich vollkommen begeistert davon bin.

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Umziehen leicht gemacht – oder wie wir in 3 Wochen einen Wohnmobiltausch zwischen Deutschland und Portugal realisiert haben. https://www.arbeiten-unterwegs.de/wohnmobiltausch-umziehen-leicht-gemacht/ https://www.arbeiten-unterwegs.de/wohnmobiltausch-umziehen-leicht-gemacht/#comments Tue, 03 Apr 2018 18:09:03 +0000 https://www.arbeiten-unterwegs.de/?p=3116 [weiterlesen]]]> Ich habe es euch im letzten Beitrag schon angedeutet: wir haben das Wohnmobil gewechselt! Nachdem wir in den vergangenen 1-2 Jahren immer mal wieder darüber gesprochen haben und immer wieder die Vor- und Nachteile diskutiert und abgewägt haben, hat uns das Universum auf einmal nach Weihnachten das im Moment absolut perfekte Wohnmobil geschickt.

Liebling, es ist ein ClouLiner!

Wir hatten im letzten Sommer beschlossen, dass wir uns (sobald wir etwas Ruhe hätten – wer findet den Fehler?) intensiver mit einem neuen Wohnmobil auseinander setzen würden. Schließlich hatten wir schon immer mal wieder darüber gesprochen, dass unser Simon auf einigen Wegen an seine Grenzen gestoßen ist (er hat nun einmal „nur“ einen Vorderantrieb und nicht die stärkste Motorisierung). Und nach mehr als zwei Jahren war es außerdem Zeit, nicht mehr jede Nacht die Dinette zum Bett umbauen zu müssen.

Aber was war mit der damit verbundene Länge und dem höheren Gewicht eines solchen Wohnmobiles?

Und hatten wir nicht so viele gemütliche Stunden im Simon  verbracht? Wie sollten wir da einen adäquaten Ersatz finden?

Nach einer intensiven Auseinandersetzung während unseres Weges von Deutschland gen Süden und einem ständigen Für und Wider, hat sich im Laufe der Zeit immer deutlicher unser „perfektes Wohnmobil“ herauskristallisiert:

  • es sollte nicht sehr viel länger als unser Simon sein mit seinen 5,90 m (7,50 m wären ideal und wohl auch unsere Grenze)
  • es darf nicht mehr als 7,5 t haben (damit wir beide noch fahren dürfen, ohne einen neuen Führerschein machen zu müssen)
  • die Sitzgelegenheit muss mindestens genauso gemütlich sein wie bei Simon (selbsterklärend für alle, die schon das Vergnügen hatten!)
  • es sollte ein Heckbett vorhanden sein (damit dann doch auch mal einer von uns ins Bett gehen und der andere noch arbeiten kann)
  • die Tanks (Frischwasser, Grauwasser, Schwarzwasser, Diesel) sollten mindestens genau so groß idealerweise größer sein als bei Simon (weil wenn schon neues Wohnmobil, dann auch mehr Autarkie)
  • wir brauchen genug Stauraum für die Fahrräder und den Grill (aus Gründen!)

In einem der seltenen ruhigen Momente des vergangenen Jahres ist genau dieses dann wie bestellt aufgetaucht: ein ClouLINER von Niesmann&Bischoff, Baujahr 1993 mit Fußbodenheizung, 7,50 m lang mit Heckbett, Eckbank um den Tisch herum UND Couch auf der gegenüberliegenden Seite UND drehbarem Beifahrerstuhl, Fußbodenheizung, 300 l Frischwasser, 180 l Grauwasser und 180 l Fäkalientank, 90 l Gastank und genug Solar auf dem Dach für unseren Strombedarf, 300 l Diesel und bei insgesamt 7,49 t ca. mögliche 1,2 t Zuladung in der großen Heckgarage und erwähnten wir die Fußbodenheizung? Fast zu schön, um wahr zu sein!

Einziger Haken: die potentielle neue Mobilie stand in Deutschland und wir hatten noch nicht so wirklich den Drang nach Deutschland zurückzukehren…

Praktischerweise musste Sebastian im Januar eh zur CMT und für einen Workshop nach Deutschland. Also wurde organisiert, dass er das potentiell neue Wohnmobil zusammen mit dem KFZ-Schrauber unseres Vertrauens inspizieren konnte. (DANKE ihr Drei :-* ihr wisst schon wer und warum 😉 )

In der Zwischenzeit wurden die freudigen Erwartungen gedämpft mit Überlegungen wie „Vielleicht ist der Motor nicht in Ordnung.“ oder „Da steht er verkauft nur an Bastler. Wer weiß, was kaputt ist?“ oder „Da ist sicherlich ein Haken bei dem Chassis.“ MAN-Experten wurde zu Rate gezogen, Clou-Foren nach Erfahrungswerten durchforstet und sämtliche Informationen aufgesaugt, derer wir aus der Ferne habhaft werden konnten.

Und dann kam der lang ersehnte Tag und was sollen wir sagen? Es gab weder am Fahrzeug noch am Motor etwas auszusetzen! (Erwähnten wir die Fußbodenheizung???)

Und nun? Wie kommt das gute Stück jetzt von Deutschland nach Portugal?

Von Deutschland nach Portugal in 48 h

So irre sich das anhört: aber mit zwei Fahrern, die sich abgelöst haben, ist es möglich ein Wohnmobil in nicht einmal 48 h von Deutschland nach Portugal an die Algarve zu fahren.

Aber bevor es so weit gewesen ist, wurden haufenweise Ideen hin und her gewälzt und verworfen:

  • wir fahren mit Simon nach Deutschland und tauschen dort die Wohnmobile (aber im Januar ist es noch viel zu kalt, um in Deutschland zu bleiben und ewig warten wollen wir auch nicht mehr!)
  • ich bleibe mit Chief und unseren Sachen in Portugal und Sebastian fährt Simon nach Deutschland und mit dem neuen zurück (aber wo finden wir einen Ort um mit allem Kram bleiben zu können?)
  • wir lassen das neue Wohnmobil von jemand anderem nach Portugal fahren (aber wer sollte das sein?)
  • … (…)

Gefühlt hatten wir nahezu jeden Tag eine andere Idee. Alles hing davon ab, ob es finanziell sinnvoll sein konnte, beide Wohnmobile gleichzeitig versichert zu haben. Dank der RMV war dies möglich und dank der Mithilfe von Sebastians Mutter und dem Vorbesitzer unseres neuen Wohnmobiles konnten wir dieses problemlos auch aus der portugiesischen Ferne anmelden.

Kennt ihr das, wenn etwas immer näher rückt und ihr es kaum erwarten könnt? Und wenn euch dann all die Kleinigkeiten nerven, die vorher absolut tolerierbar gewesen sind? So ging es uns, als Sebastian mit vielen Eindrücken, Bildern und Videos zurück gekommen war. Aber irgendwann war es dann so weit (gefühlt nach einer Ewigkeit, tatsächlich waren es wohl nur wenige Tage) und Sebastian ist nach Deutschland geflogen, hat das neue Wohnmobil übernommen und mit einem total lieben, wenn auch leicht verrückten Freund die wahnsinnige Aufgabe gemeistert, in 2 Tagen von Deutschland an die Algarve zu fahren.

Ein ClouLINER steht auf einem Parkplatz vor einem Gebäude
Da stand es noch in Deutschland unser neues Zuhause!

Der Umzug – oder: Wo soll das bloß alles hin???

Da standen wir nun in Centieira bei unseren Freunden mit zwei Wohnmobilen und hatten eine gute Woche Zeit von dem einen in das andere Wohnmobil zu ziehen. Eigentlich sollte das ja kein Problem sein. Ist ja nicht viel Platz in so einem Wohnmobil, oder? Und wir ziehen ja von einem Alkovenmobil in einen Liner.

Ha! Denkste, Puppe!

Denn ganz ehrlich? Unser EuraMobil „Simon“ ist definitiv ein Raumwunder! Unfassbar, was wir alles aus seinen Eingeweiden herausgeholt haben. Dinge, von denen wir wussten, dass wir sie hatten, aber nicht mehr wo. Dinge, von denen wir nicht mehr wussten, dass wir sie überhaupt je besessen hatten. Und dann natürlich die „wenigen“ Dinge, die wir eh immer im Gebrauch hatten.

Ich fühlte mich doch sehr an unsere Wohnungsauflösung erinnert. Denn immer, wenn wir gedacht haben, es sei ja nicht mehr viel, dann hat einer von uns gesagt „ja, aber da haben wir auch noch Stauraum“…

Ja, natürlich haben wir jetzt mehr Platz. Wir sind schließlich von ca. 11 qm auf ca. 18 qm gezogen. ABER: wir hatten jetzt 2,5 Jahren Zeit für alles einen Platz im Simon zu finden. Jetzt in dem neuen Wohnmobil sind alle Stauräume neu und natürlich ganz anders. Also schaust du dir jedes Teil an und überlegst dir, wo und wie es am sinnvollsten untergebracht werden könnte. Und die große Heckgarage ist toll. Aber bis zum neu einzubauenden Ordnungssystem auch ziemlich chaotisch. (Irgendwann folgt sicherlich auch noch ein eigener Umzugsbeitrag…)

Blick von vorne ins Innere eines Wohnmobiles in dem haufenweise Kisten und Sachen stehen
Zwischendurch hatten wir das Gefühl im Chaos zu versinken. Chief sichtlich auch…

Mittlerweile haben zumindest die Dinge, die wir täglich brauchen, einen festen Platz und unsere Schränke sind mit neuen Kisten versehen und so wieder ziemlich aufgeräumt. Nur in unserer Heckgarage herrscht wie gesagt noch kreatives Chaos… oder wie heißt das, wenn man immer alles ausräumen muss, weil das Teil, was man braucht ganz unten hinten versteckt ist?

Wie der ClouLINER zu seinem Namen kam

Und dann war da noch die Sache mit dem Namen…

Denn für uns ist klar: ein rollendes Zuhause braucht auch einen Namen.

Unser Simon hieß so, weil anfangs ein Kissen mitgefahren ist, dass die Form von Simon’s Cat hatte. (Mittlerweile erfreut dieses meine Neffen und Nichten.) Nachdem bei einem letzten legendären Sit-In im Simon die eine oder andere nicht spruchreife Idee entstanden und wieder verworfen wurde, war klar, dass die Entscheidung erst getroffen werden kann, wenn die neue Mobilie bezogen worden ist. Denn er sollte ja passen!

Also wurden mit Mandy (von Movin’n’Groovin) und Mischa (von Adios Angst – Bonjour Leben) bei dem einen oder anderen Erfrischungsgetränk verschiedenste Möglichkeiten diskutiert und auch unsere Facebook-Fans um Vorschläge gebeten. Vieles wurde verworfen. Weil es nicht zur Mobilie passte oder aus diversen anderen Gründen („Aber das ist doch kein Manni!“). Letztendlich haben wir uns dann auf „George Clounie“ geeinigt und dank Mischas Frau kam der adelige Zusatz zustande. Dürfen wir also vorstellen:

Seine Lordschaft Sir George Clounie
Seine Lordschaft Sir George Clounie

Da war das mit dem Namen also geklärt. Dass unsere Lordschaft eine kleine (?) adelige Diva ist, wussten wir da noch nicht… Und dass, obwohl unsere leicht verrückte niederländisch-deutsche Campingplatzfamilie dem neuen Zuhause eine adäquate Tauffeier organisiert hatte, bei der eigentlich aller Unbill abgewendet worden sein sollte. Hm… nun ja, vielleicht war die neue Taufklobürste doch schon in Gebrauch gewesen? Oder der deutsche Wohnmobil-Lord hatte etwas gegen portugiesischen Medronho?

Es wird wohl auf immer sein Geheimnis bleiben! Chief fand die gereichten Plätzchen auf jeden Fall köstlich und ich war wirklich glücklich, dass wir unseren guten, lieb gewonnenen Simon mit allen Ehren verabschiedet haben.

Vielen Dank ihr Lieben! Wir sehen uns alle spätestens nächsten Winter wieder :-*

Von Portugal nach Deutschland in 3 Tagen

Nun stellt sich ja nur noch die Frage, was mit unsere ehemaligen Mobilie passiert. Sollten wir Simon in Deutschland verkaufen? Aber wer kauft ein Wohnmobil ohne es vorher besichtigt zu haben? Oder doch lieber in Portugal? Da könnte es aber schwierig werden, weil es ganz neu zugelassen werden muss. Auch Spanien und die Niederlande standen eine Weile zur Diskussion.

Letztendlich haben wir aber tatsächlich einen Käufer in Deutschland gefunden, der witzigerweise im Nachbardorf von Sebastians Geburtsort aufgewachsen ist. Und da Sebastian eh Anfang März für eine Konferenz und Workshops nach Deutschland musste, lag es nahe, dass er mit unserem Simon ganz gemütlich nach Deutschland fährt, ihn abmeldet und hinterher zurück nach Portugal fliegt. Ich wollte entspannt mit Chief in Portugal bleiben und mich ans neue Wohnmobil gewöhnen (warum das nicht so geklappt hat, ist wie gesagt Teil eines nächsten Beitrages…)

Nach einer Woche Umzugsstress hieß es dann also tatsächlich nach 2,5 Jahren:

Auf Wiedersehen, Simon. Gute Fahrt und viel Spaß mit deinem neuen Besitzer.

Ein ClouLINER neben einem EuraMobil von hinten fotografiert
Dank unserer Campingfamilie fiel uns der Abschied von Simon nicht ganz so schwer wie befürchtet. Und er ist in gute Hände gekommen.

Aus den geplanten 5 Tagen Fahrt hat Sebastian dann doch nur drei gemacht. Bei Kälte ist dann nicht mehr ganz so der Weg das Ziel, sondern eher das Ziel das Ziel 😉

Schließlich sind sowohl wir als auch Simon andere Temperaturen gewöhnt…

Und die Moral von der Geschicht‘?

Kann man machen, muss man aber nicht 😀

Zumindest sind wir uns einig, dass der nächste Umzug noch ein paar Jahre auf sich warten lassen kann. Ist doch ganz schön aufregend und stressig. Aber möglich 😉

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Seid ihr noch da? https://www.arbeiten-unterwegs.de/seid-ihr-noch-da/ https://www.arbeiten-unterwegs.de/seid-ihr-noch-da/#comments Thu, 29 Mar 2018 16:46:05 +0000 https://www.arbeiten-unterwegs.de/?p=3114 [weiterlesen]]]> Man könnte ja denken, dass wir abgetaucht sind oder das Arbeiten von unterwegs aufgegeben hätten oder irgendetwas in der Richtung. Schließlich ist unser letzter Beitrag nahezu ein halbes Jahr her. Aber nein, wir können dich beruhigen: es hat nur einfach wieder einmal nicht so geklappt mit dem Gang runterschalten, ausspannen und das Leben genießen.

Jammern auf hohem Niveau

Wobei das Letze stimmt eigentlich nicht. Unser Leben genießen wir eigentlich fast immer. Nur halt irgendwie nicht so entspannt, wie wir es uns für diese Überwinterung vorgenommen hatten. So mit Urlaub und Akkus aufladen und so, das hat nur bedingt funktioniert. Warum eigentlich? Wir machen doch nur Urlaub! Muss ja so sein, weil wir ja im Wohnmobil leben, oder? Aber wie die liebe Nima so schön in ihrem Artikel „Zieh in den Van und werde glücklich“ beschrieben hat: Du nimmst halt deine Probleme und die Arbeit mit auf Reisen. Und ein Wohnmobilalltag ist mitnichten so viel einfacher.

Es soll hier nicht der Eindruck entstehen, wir würden nur jammern. Denn ganz so schlimm ist es gar nicht. Es ist diesen Winter nur anders, weil wir alle so viel müder in unsere Reise gen Süden gestartet sind und die Arbeitsbelastung nicht wirklich weniger geworden ist. Und vielleicht bleiben auch nur die negativen Eindrücke bestehen, weil man die positiven schon kennt?

Die fehlende Reise-Arbeits-Balance in Frankreich

Am Anfang unserer nächsten Überwinterungsphase ist von einer entspannten, geruhsamen Reisen-Arbeits-Balance nicht viel zu bemerken. Wir haben uns immer wieder vorgenommen nicht so viel zu fahren und mal 2-3 Nächte an einem Ort zu bleiben, um ein bisschen mehr das Gefühl von Entspannung zu erleben. Aber irgendwie scheint gerade am Anfang nicht der Weg das Ziel zu sein, sondern der Weg der Weg und das Ziel das Ziel, das wir aber leider zwischendurch gar nicht so genau benennen konnten. Klar, es sollte Richtung Süden gehen. Und im Grunde genommen treibt uns selten etwas. Trotzdem fühlen wir uns immer wieder so getrieben?

Ein Weg liegt im Nebel
Unser Weg liegt diesen Winter oftmals im Nebel.

Das hat sich insbesondere bei unserer diesjährigen Frankreich-Durchquerung gezeigt. Wir hatten es erst in Longues-sur-Mer geschafft, mal 2 Nächte an einem Ort zu bleiben.Davor hat es aus diversen Gründen nicht geklappt.

Der erste Versuch in LeHavre-Antifer endete früh am Ende der ersten Nacht mit der Erkenntnis, dass unser Kühlschrank über Nacht abgetaut war. Der erste Verdacht, der Wind hätte die Gasflamme ausgepustet, wurde durch Überlegungen (normalerweise hätte der Zündfunken dann die ganze Nacht geklackert) ausgeräumt. Da Sebastian trotz Aufschrauben und sauber pusten nichts ausrichten konnte und der Kühlschrank sich konstant weigerte überhaupt auch nur das Zündfunkenklackern zu zeigen, hieß es weiterfahren und Strom suchen.

Den fanden wir zwar nicht auf dem kleinen Stellplatz in St. Romain-de-Colbosc (der – bemerkenswerterweise kostenlose – Strom auf dem an sich kostenlosen und sehr durchdacht angelegten Stellplatz wird zum 30.09. abgestellt) dafür zündete unser Kühlschrank wieder. Versteh einer diese alten Geräte. Sie haben ja doch irgendwie ihre ganz eigenen Macken.

Im Vordergrund ein Stein, im Hintergrund zwei neben einander stehende Wohnmobile vor einer Düne.
Wir brauchen wirklich nur Internet zum Arbeiten…

Der zweite Versuch auf dem Stellplatz in Merville-Franceville endete am nächsten Vormittag mit der Ankunft neuer Nachbarn, die durch das Aufklappen ihrer Satellitenanlage unser Internet so nachhaltig stören, dass Sebastian seine Vorlesung nicht sinnvoll zu Ende bringen kann. Also flüchten wir wieder und landen in Longues-sur-Mer. Dort bleiben wir tatsächlich zwei Nächte bis uns das schlechte Wetter einholt. Das treibt uns dann relativ schnell durch Frankreich. Einen entspannten Start hatten wir uns doch anders vorgestellt.

Planänderungen in Nordspanien

Auf den Norden Spaniens haben wir uns seit unserer schönen Zeit im vergangenen Winter (das kannst du unter anderem hier nachlesen) gefreut. Und er enttäuscht uns im Grunde  genommen auch wieder nicht. Die Landschaft ist nach wie vor grandios! Wir haben nur leider immer wieder unsere gemachten Pläne über den Haufen werfen müssen. Sei es, weil Chief nach einem kleinen Zusammenstoß mit Mandy’s Marko aussieht wie Quasimodo und wir anstatt beschaulich in der Natur zu stehen, mehrere Nächte nahe der wirklich sehr empfehlenswerten Clínica Veterinaria Salburua im nicht ganz so beschaulichen Vitoria-Gasteiz verbringen. Oder weil uns ein Sturm mitten in der Nacht zur Flucht von unserer Lieblingsklippe zwingt. All das ist nicht wirklich schlimm. Aber Veränderungen kosten nun einmal Energie. Das gilt genauso auch für Planänderungen.

Sebastian von www.arbeiten-unterwegs.de bei der Arbeit als Online-Dozent
Und immer wieder: Arbeit. Weil ohne Moos nix los 😉

Dazwischen liegen viele arbeitsreiche Stunden und Flüge nach Deutschland. Aber auch mehrfaches Wiedersehen mit Mandy von Movin’n’Groovin und Nima und Steve von Abenteuer unterwegs.

Es wird geruhsamer in Portugal?!?

Nach einigen letzten regnerischen Tagen und Nächten auf dem ziemlich neuen und sehr empfehlenswerten Stellplatz Atalaia Camper Park in Foz finden wir mit Nima und Steve auch die Sonne wieder. Wir starten in Spanien an den heißen Quellen in Ourense und tingeln langsam die portugiesische Küste entlang. Zwischendurch schließt sich uns auch Mandy wieder an und wir verbringen viele tolle Abende mit gemeinsamem Essen und Trinken im Simon.

Zwischendurch repariert Sebastian unser undichtes Fenster, ich fliege für einen weiteren Workshop nach Deutschland und der nächste Sturm pustet uns von der Küste ins Landesinnere. Anfang Dezember stoßen dann Nele und Jalil zu uns und wir verbringen wieder einmal arbeitsreiche Wochen mit alten und neuen Projekten. Nach einem gemütlichen – wenn auch langsam etwas beengten – Weihnachtsessen im Simon (8 Personen plus unser „Hündchen“ sind wirklich die Grenze!) ist es Zeit für einen einsamen Jahreswechsel.

Das gelingt uns auch bevor wir uns wieder zu einer Arbeitswoche zusammenfinden und  die Entscheidung treffen, dem Universum nachzugeben und ein neues Wohnmobil zu kaufen. Denn wie heißt es so schön? Man muss die Wohnmobile kaufen, wie sie (auf)fallen 😉 Was diese Entscheidung allerdings bedeutet, erzähle ich im nächsten Beitrag.

Ein Hund steht auf einem Felsen und schaut auf das Meer und den Strand.
So ein Blick lädt unsere Akkus wieder auf – vorausgesetzt, wir haben auch Zeit ihn zu genießen!

Du siehst also, so wirklich ist es nicht geruhsamer und entspannter geworden in Portugal. Für uns hat es sich zwar wirklich wie Nach-Hause-Kommen angefühlt (insbesondere natürlich auch die Zeit bei unserer Quasi-irgendwie-auch-Familie in Centieira), aber das mit dem Urlaub machen hat einfach nicht geklappt. Und mal 1-2 Tage nicht arbeiten lädt die Akkus einfach nicht adäquat wieder auf. Denn auch im viel gelobten Vanlife nimmst du deinen Alltag mit. Und auch wenn nur noch 11 statt 84 qm zu putzen sind, werden doch andere Dinge etwas komplizierter. Wäsche waschen beispielsweise oder die Suche nach dem nächsten schönen Stellplatz.

Ja, wir jammern wirklich auf sehr hohem Niveau. Und nein, wir bereuen unsere Entscheidung immer noch nicht. Ich wollte nur einfach einmal zeigen, was zur Funkstille der letzten Monate beigetragen hat.

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Endlich wieder in den Süden https://www.arbeiten-unterwegs.de/endlich-wieder-in-den-sueden/ https://www.arbeiten-unterwegs.de/endlich-wieder-in-den-sueden/#comments Sun, 08 Oct 2017 17:52:12 +0000 https://www.arbeiten-unterwegs.de/?p=2883 [weiterlesen]]]> Ein langer und nicht so schöner Sommer neigt sich mit sehr großen Schritten dem Ende entgegen. Eigentlich hat er schon nach dem Caravan Salon mit dem Neigen angefangen… Und nun sind wir endlich soweit, unseren Aufenthalt in Deutschland zu beenden und in den Süden zu ziehen.

Es ist viel passiert – kurzer Rückblick

Die vergangenen Monate waren für uns turbulent, stressig, spannend, traurig, lustig und noch vieles mehr. Vor allem waren sie für uns alle drei super anstrengend. Unser ursprünglicher Plan war es, den Sommer entspannt in Schottland mit Urlaub (ja wirklich!) zu verbringen. Das Land zu erkunden, an der rauhen Küste mit dem Wohnmobil zu übernachten, der einen oder anderen Distillerie einen Besuch abzustatten und mal für 2-3 Wochen die Arbeit Arbeit sein lassen.

Nur wie immer im Leben, wenn wir Pläne machen, fällt irgendwo das Schicksal lachend vom Stuhl. So auch diesmal.

Im Mai hatten wir uns zusammen mit Nele und Jalil von CamperStyle in Südfrankreich auf ein Arbeitstreffen verabredet um zu schauen, was wir gemeinsam in der Campingbranche bewegen können. Das Ergebnis kennst du vielleicht schon, wenn du hier ab und an liest: wir sind Partner bei CamperStyle.de geworden und betreiben das Portal seitdem gemeinsam. Die beiden sind uns in vielen Dingen sehr ähnlich, daher klappt das super gut. Bei CamperStyle gibt es jede Menge Arbeit und die ToDo-Listen werden immer länger statt kürzer. So ist das, wenn vier wandelnde Ideen-Generatoren zusammen etwas machen.

Chief wird kastriert und ist krank

Danach ging es schnell weiter, Richtung Deutschland. Chief hat mit dem ständigen Testosteron Dauerstress und ist nicht mehr er selbst. Wir hatten an ihm zunächst eine Chipkastration durchführen lassen, um zu sehen, ob der danach entspannter wird und das war auch so. Die Wirkung hatte jedoch stark nachgelassen und wir haben entschieden, ihn kastrieren zu lassen. Er ließ sich mittlerweile gar nicht mehr trainieren und bei jeder läufigen Hündin im Umkreis von Kilometern war jede Nacht nur noch Horror. Da er letztes Jahr im Laufe seiner Krankheit (wir haben über Monate sehr heftig mit Giardien zu kämpfen gehabt) jedoch eine Abneigung gegen Tierärzte entwickelt hat, war an eine normale Narkose nicht zu denken.

Wir haben uns daher einen Tierarzt gesucht, der ihn mit einem Blasrohr narkotisieren konnte. Das war eine gute Entscheidung, denn es klappte ohne Probleme und so hat Chief in Wilhelmshafen seine Kronjuwelen verloren und seine Gelassenheit wiedergefunden. Leider hat er gleichzeitig auch die Diagnose Leishmaniose bekommen. Ein ziemlicher Schock für uns, da die Krankheit zwar behandelbar, aber nicht heilbar ist. Und keine schöne Perspektive mit einem Angst-aggressiven Hund nun regelmäßig den Angstauslöser (=Tierarzt) besuchen zu müssen. Wir können ihn ja nicht alle 3-6 Monate abschießen lassen. Aber auch diese Herausforderung werden wir meistern.

Es folgten Wochen der Recherche nach Tierärzten, Behandlungen, was Chief fressen darf und wie wir ihn bestmöglich trainieren können und vieles mehr. Parallel blieb unser Leben ja nicht stehen. Workshops, Vorlesungen, Kundentermine und die alten und das für uns neue Portal, alles wollte bespielt werden. Deshalb ist es hier auch so ruhig geblieben.

Messe und Flugzeuge

Symbolfoto für den Caravan Salon
Symbolfoto für den Caravan Salon

Ende August startete der Caravan Salon in Düsseldorf, eine wichtige Messe für uns Camper. Schon Wochen vorher haben wir nun Vier von CamperStyle täglich zusammengesessen, Beiträge geplant, Produkte für unsere Partner entwickelt, um diese auf der Messe verkaufen zu können und mit unserem Campingportal weiter zu wachsen. Danach fast 14 Tage Messestress: Morgens um 7 aufstehen, mit dem Hund raus, Frühstücken, auf die Messe, den ganzen Tag Termine und Gespräche und kilometerweit laufen. Abends Tagesbesprechung, neuen Artikel veröffentlichen, andere Blogger und Freunde treffen, Mitternacht, ins Bett und wieder von vorn. Das ganze bei mehr als 300 Flugzeugen 100 Meter über den Köpfen jeden Tag in der Einflugschneise des Düsseldorfer Flughafens. Es war für uns eine sehr erfolgreiche Messe, aber natürlich nicht gerade das, was einem die Akkus wieder auflädt.

Bielefeld/ Detmold, Freunde, Reparaturen, TÜV

Danach ging es noch einmal 2 Wochen nach Leipzig für einige Workshops und danach standen Bielefeld und Detmold auf dem Programm. Einige Freunde besuchen und vor allem Simon fit für den TÜV machen. Die 22 Jahre sieht man ihm schon an, wenn er sich auch sehr rüstig hält. Diesmal waren viele Verschleißteile an der Reihe: neue Reifen, neue Gummis für die Blattfedern, Öl, Ölfilter, Luftfilter, Bremsflüssigkeit, neue Bremsen, neues Handbremsseil, entrosten und fetten, Unterboden versiegeln. Das sind mal so die wichtigsten Dinge gewesen, zuzüglich Schweißarbeiten. An dieser Stelle ein ganz dickes Dankeschön an unseren Freund Heinz, der uns mal wieder so hammermäßig bei Würtz in Detmold dabei unterstützt hat. Ohne ihn wären Simon und wir ganz schön aufgeschmissen und sicherlich immer noch nicht unterwegs Richtung Süden.

Anfang Oktober: Ab in den Süden

Nach einem erneuten Tierarztbesuch am 5. Oktober ging es am selben Tag endlich Richtung Süden. Zuerst über die Grenze nach Belgien. Erste Übernachtung in Zolder. Hier standen wir auf einem kleinen Stellplatz an einem Parkplatz. Nahe am Wald und am Kanal war es eine ruhige Nacht. Danach sind wir eine etwas längere Strecke nach Frankreich gefahren bis hinter Lille. Genau nach Richebourg. Hier haben wir an einer Sporthalle außerhalb der Dörfer übernachtet. Danach ging es über schmale Straßen Richtung Meer. So der Plan. Du erinnerst dich, was passiert, wenn wir Pläne machen? Wir sind alle drei ziemlich fertig vom Stress der letzten Monate. Das war notwendig, aber viel mehr als geplant und wir wollten endlich in die Sonne ans Meer. Doch das Schicksal hatte sich mit unserem Navi verschworen und hat uns wirklich auf kleinsten Straßen durch die Pampa geführt. Ein ewiges Gekurve. Es ist nie gut, wenn das Navi mehr Minuten als Kilometer anzeigt. Chief war genervt und hat jede Kuh angebrüllt (und davon gibt es auf dem Land wirklich echt viele!) Steffi und ich waren genervt, weil Chief genervt war und unser Navi ein A… ist. Dazu Dauerregen und Kälte – kurzum, es war einfach eine anstrengende Fahrt über die Dörfer. Deshalb wurde das Meer noch um einen Tag verschoben und wir haben einen kleinen Zwischenstopp in Nuncq-Hautecôte eingelegt.

Hier die Karte unserer ersten (halben) Woche:

Endlich wieder Sonne und Meer

Heute sind wir endlich am Meer angekommen. Wir haben einen kleinen Parkplatz außerhalb eines kleinen Städtchens mit Blick auf das Wasser und die Steilküste gefunden. Chief hat schon einmal die Füße ins Wasser gehalten, wir warten noch auf etwas mehr Sonnenschein. Den Tag heute haben wir ganz entspannt angehen lassen, waren viel mit Chief unterwegs und haben Kraft getankt.

Sonnenuntergang Kanal
Sonnenuntergang Kanal

Jetzt bäckt im Omnia ein Sauerteigbrot, die Sonne geht glühend rot im Meer unter, ich schreibe an diesem Artikel und Steffi liest ein Buch. Wir sind endlich unterwegs und endlich wieder in unserem eigenen Rhythmus. Endlich wieder raus aus dem Hamsterrad, in welches wir die letzten Monate gekommen sind. Wie schnell das doch wieder ging… und wie schön, dass wir es dieses Mal schneller erkannt und uns befreit haben.

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Presseseite erstellen – so wird’s gemacht! https://www.arbeiten-unterwegs.de/presseseite-so-gehts/ https://www.arbeiten-unterwegs.de/presseseite-so-gehts/#comments Thu, 08 Jun 2017 10:44:42 +0000 https://www.arbeiten-unterwegs.de/?p=2744 [weiterlesen]]]> Ein Blog, eine Nischenwebseite, ein Onlineshop sind gute Möglichkeiten ortsunabhängig Geld zu verdienen. Dazu gehört in meinen Augen eine gute Pressestrategie und die Grundlage dafür ist die eigene Presseseite.  Oft ist diese nicht vorhanden und selten gepflegt: Gerade bei Bloggern, Affiliates und Shopbetreibern beobachte ich das stiefmütterliche Behandeln der Presseseite häufig. Der folgende Artikel verrät dir, warum du eine Presseseite erstellen solltest und wie du dies bewerkstelligen kannst.

Warum eine Presseseite?

Eine Presseseite schafft einen professionelle Eindruck bei deinen Besuchern. Zusätzlich bietet sie Vertretern der Presse auf einen Blick alle notwendigen Informationen über dich, dein Unternehmen und weitere wichtige Informationen. Die Motive können dabei ganz unterschiedlich sein. Vielleicht hast du Inhalte zu einem Produkt auf dem Markt, zu dem Fragen entstehen? Oder jemand möchte ein Bild aus deinem Blog für seine Webseite oder ein Printmagazin nutzen? Möglicherweise möchte man eine Interview-Anfrage an dich stellen? Wie gesagt, Gründe gibt es genug. Die folgenden Punkte listen auf, was auf deiner Presseseite vorhanden sein sollte, um den Pressevertretern die Kommunikation mit dir zu erleichtern.

Mindestanforderungen für den Pressebereich

Schaffen Sie einen eigenen Bereich für die Presse auf Ihrer Webseite
Schaffe einen eigenen Bereich für die Presse auf deiner Webseite

Eine ernstzunehmende Presseseite verfügt mindestens über folgende Inhalte:

Presse-Vertreter

Der Name und die Kontaktdaten (Anschrift, E-Mail-Adresse, ggf. Telefonnummer) des/der Presseverantwortlichen deines Unternehmens müssen genannt werden, auch wenn diese Person noch eine andere Position im Unternehmen bekleidet oder du die einzige Person bist. Im Idealfall ist auch ein Bild der Person vorhanden.

Pressefotos

Bilder, die du für Vertreter der Presse zum Download anbietest, vereinfachen diesen unter Umständen die Berichterstattung über dich oder dein Unternehmen. Zu solchen Bildern können gehören:

  • Logo in verschiedenen Auflösungen, Größen und Formaten
  • Unternehmen (Gebäude, Eingangsbereich, Geschäfts-/Verkaufsräume)
  • Personen (Geschäftsführer/wichtige Mitarbeiter)
  • Produktbilder
  • Bilder, die oft für Berichterstattung rund um deine Themen genutzt werden

Informationsmaterial

Unter diesem Punkt solltest du eine Unternehmensbeschreibung inklusive Alleinstellungsmerkmalen anbieten.

Pressemitteilungen

Bereits veröffentlichte Pressemitteilungen solltest du hier veröffentlichen und als PDF zum Download anbieten.

Tipp: Halten den Pressebereich stets ebenso aktuell wie deine übrige Webseite!

Verlinken Sie auch auf Artikel, die über Sie und Ihre Produkte berichten.
Verlinken Sie auch auf Artikel, die über Sie und Ihre Produkte berichten.

Wünschenswerte Inhalte für deine Presseseite

Für den Anfang genügen die oben aufgeführten Inhalte für deinen Pressebereich. Je nach Möglichkeit und Zeit sollten die folgenden Punkte jedoch ergänzt werden, um Pressevertretern und Interessenten weitere Informationen an die Hand zu geben.

Informationsmaterial

Folgende Dinge kannst du als zusätzliche Informationsquellen bereitstellen:

  • Geschichte der Firma | Hintergründe
  • Broschüren
  • für Presse allgemein spannende Informationen

Presseverteiler

Gib den Pressevertretern die Möglichkeit, sich in einen Presseverteiler einzutragen, um so bei Produktankündigen und News zu deinem Unternehmen direkt informiert zu werden. Du kannst dafür zum Beispiel mailchimp als Dienst nutzen. Bis zu 2.000 Adressen auf der Liste kannst du dort kostenlos Newsletter versenden.

Wir in der Presse

Hier kannst du auflisten, abbilden und verlinken, wo du in der Presse bereits erwähnt wurdest.

Tipp: Vergiss nicht, von Pressevertretern, die über dich berichten wollen, stets ein Belegexemplar zu verlangen. So kannst du diesen Bereich noch einfacher füllen.

 

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Reparaturanleitung: Wohnmobil Markise klemmt https://www.arbeiten-unterwegs.de/reparaturanleitung-wohnmobil-markise-klemmt/ https://www.arbeiten-unterwegs.de/reparaturanleitung-wohnmobil-markise-klemmt/#comments Thu, 08 Jun 2017 08:45:22 +0000 https://www.arbeiten-unterwegs.de/?p=1381 [weiterlesen]]]> Defekte Markise an unserem Wohnmobil. Sie klemmt.
Defekte Markise an unserem Wohnmobil. Sie klemmt.

An unserem Wohnmobil ist eine Thule/ Omnistor 5000 Markise montiert. Sehr praktisch bei Sonne und Regen. Als wir das Mobil gekauft haben, hat sie schon nicht mehr richtig funktioniert. Kommentar der Verkäuferin: Markise klemmt. Sie hatte uns einen Trick gezeigt. Mit einem Schraubendreher musste man in das Loch auf dem Bild weiter unten stochern, dann ging der Hebel hoch und sie fuhr mit einem Sprung aus.

Die Markise ging nur an einer Seite auf und klemmte auf der anderen.
Die Markise ging nur an einer Seite auf und klemmte auf der anderen.
Dort musste man mit dem Schraubenzieher reinfummeln, damit sie aufgeht.
Dort musste man mit dem Schraubenzieher reinfummeln, damit die Markise aufgeht.
Mit Schwung ging sie dann auf.
Mit Schwung ging sie dann auf.

Die Suche nach dem Ersatzteil

Als nächstes musste ich herausfinden, was für ein Ersatzteil ich benötige und wo ich es herbekomme. Oft gibt es für Produkte eine sogenannte Explosionszeichnung auf der man alle Teile mit Teilenummer sehen kann. Also Google angeworfen, „Omnistor 5000“ eingegeben und auf Bildersuche gestellt. Danach unter Suchoption die Bildgröße auf groß gestellt. Wer will schon eine Explosionszeichnung im Briefmarkenformat? Fündig geworden bin ich bei Camping Shop Wagner. (Link zum Bild)

Der Shop hatte das Teil auf Lager. Wenn das nicht der Fall gewesen wäre, hätte ich mit der Artikelnummer 55542800 weitergesucht. 9 Euro plus Versandkosten. So sieht das Teil aus. Links defekt, rechts neu.

Omnistor 5000 Ersatzteil
Omnistor 5000 Ersatzteil

 Die Montage

Wohnmobil Markis Abdeckung entfernt
Wohnmobil Markise Abdeckung entfernt

Als erstes habe ich die Abdeckung abgeschraubt, war nur eine Schraube.

Danach sieht man den Hebel:

Wohnmobil Markise demontieren
Wohnmobil Markise demontieren

Dieses Teil musste ich auch abschrauben. Diesmal waren es drei Schrauben, die ich lösen musste. Dabei habe ich direkt bei einer den Kopf abgedreht. Das war aber kein Problem. Die Schraube ließ sich nach dem Abziehen der Kappe mit einer Zange rausdrehen und Ersatz habe ich zum Glück in der Schraubenkiste gefunden 😉

Wohnmobil Markise Hebel gebrochen
Wohnmobil Markise Hebel gebrochen

Auf dem obigen Bild sieht du den gebrochenen Hebel.

Wohnmobil Markise Hebel abgebrochen
Wohnmobil Markise Hebel einmal defekt links und einmal neu rechts

Als nächstes habe ich den Heben eingebaut. Am oberen Ende sitzt noch ein kleiner Hebel. Der musste wieder so eingebaut werden wie er vorher war.

Wohnmobil Markise Hebel abgebrochen
Wohnmobil Markise Hebel abgebrochen und ersetzt
Hinten noch die Feder festmachen
Hinten noch die Feder festmachen

So sieht die Markise übrigens ohne das Bauteil aus:

Omnistor 5000 demontiert Detailaufnahme
Omnistor 5000 demontiert Detailaufnahme

Du musst beim Demontieren darauf aufpassen, dass die Stoffbahn nicht rausrutscht.

Zum Schluss alles wieder in umgekehrter Reihenfolge montieren
Zum Schluss alles wieder in umgekehrter Reihenfolge montieren

Nun alles wieder montieren und ausprobieren. Voilá, in unter einer Stunde habe ich meine Markise repariert und sie funktioniert wieder, als wäre sie neu. Kostenpunkt ca. 15 Euro.

Hast Du Fragen dazu oder möchtest uns sonst etwas mitteilen?

Dann ab damit in die Kommentare!

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Arbeiten unterwegs goes CamperStyle https://www.arbeiten-unterwegs.de/arbeiten-unterwegs-goes-camperstyle/ https://www.arbeiten-unterwegs.de/arbeiten-unterwegs-goes-camperstyle/#comments Mon, 05 Jun 2017 10:13:45 +0000 https://www.arbeiten-unterwegs.de/?p=2733 [weiterlesen]]]> Ich habe es euch im letzten Artikel ja schon angekündigt: 2017 wird ein Jahr der Veränderungen werden. Eine der großen Veränderungen kann ich euch heute offiziell bekanntgeben.

Von Freunden zu Partnern

Der eine oder andere, der unseren Facebook-Kanal verfolgt, wird bemerkt haben, dass wir mit Nele und Jalil von CamperStyle in Südfrankreich zu einem „konspirativen“ Treffen zusammen gekommen sind. Aus den ursprünglich fünf geplanten Tagen sind zwei Wochen geworden – voll mit Gesprächen über Essen, Arbeit, Essen, Plänen und erwähnte ich das Essen?

Dabei hat sich sehr schnell gezeigt, dass nicht nur zwischen den Hunden aufgrund gewisser Übereinstimmungen eine positive gefühlsmäßige Einstellung zueinander zu beobachten ist. Kurz gesagt: wir waren uns alle sehr sympathisch.

Schnell haben wir gemerkt, dass sich diese Sympathie auch auf das geschäftliche Umfeld erstrecken. Wir Vier reisen gern und verdienen unseren Lebensunterhalt mit Dingen, die uns Spaß machen und die unseren Lebensstil ausmachen. Uns verbindet die Leidenschaft rund um das Thema Camping und Wohnmobil bzw. Wohnwagen.

So wurden schnell aus „Wir müssen mal was zusammen machen“ konkrete Pläne, die letztendlich in einer Partnerschaft gipfelten:

Sebastian und ich steigen bei CamperStyle als Teilhaber ein!

Arbeiten unterwegs trifft CamperStyle (c) Philipp Sann
Arbeiten unterwegs trifft CamperStyle (c) Philipp Sann

Was bedeutet das für Arbeiten unterwegs?

Nun im Grunde genommen haben wir das ganze vergangene Jahr überlegt, wie es hier weitergeht und nach einem Fokus gesucht. Den haben wir nun gefunden:

  • Es wird weiterhin und wieder in regelmäßigeren Abständen die „etwas anderen Reiseberichte“ geben mit all den Gedanken, die das Leben und Arbeiten unterwegs mit sich bringen.
  • Ansonsten werden sich die Berichte über Stellplätze, Reparaturen und Verbesserungen an unserem Simon auf das Thema „Arbeiten unterwegs“ fokussieren. Der Name ist also Programm.
  • Wir werden mehr über das Arbeiten unterwegs berichten und Lesern helfen, die das auch realisieren wollen.

Die vielen anderen Ideen, Ratgeber, Testberichte und Informationen rund um das Thema Campen finden auf CamperStyle einen passenden Rahmen. Ihr dürft gespannt sein, was da noch Großes auf euch zukommen wird.

 

Mittlerweile ist von uns auch ganz still und leise unser 2-Jahre-Simon-das-Wohnmobil-Jubiläum stilvoll bei Regen am Dortmund-Ems-Kanal begangen worden 😉 Als nächstes kommen dann die 333.333 km… es bleibt spannend!

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Seid ihr glücklich? https://www.arbeiten-unterwegs.de/seid-ihr-gluecklich/ https://www.arbeiten-unterwegs.de/seid-ihr-gluecklich/#comments Thu, 01 Jun 2017 18:02:32 +0000 https://www.arbeiten-unterwegs.de/?p=2715 [weiterlesen]]]> Als wir Mitte Dezember Mo und Caro von Gipfelträumer getroffen haben, hat uns Caro eine sehr einfache und trotzdem überaus tiefgreifende Frage gestellt. Sie hat nämlich nicht die üblichen Fragen gestellt nach „Womit verdient ihr euer Geld? Wie lange seid ihr schon unterwegs? Was habt ihr schon gesehen?“ sondern sie hat schlicht gefragt „Und? Seid ihr glücklich?“

Überraschenderweise hat uns diese Frage so noch niemand gestellt.

Dabei ist sie doch im Grunde genommen die elementarste Frage, die sich jeder von uns stellen sollte. Auch wir nach nunmehr zwei Jahren lebend und arbeitend im Wohnmobil.

Wir haben uns zumindest beide angesehen und sie recht klar und eindeutig mit „Ja!“ beantwortet.

Zwei Jahre im lebend und arbeitend im Wohnmobil

Ja, wir sind eindeutig glücklich mit unserem Leben und dem gewählten Weg. Auch wenn 2016 nicht das einfachste Jahr gewesen ist. Das liegt sicherlich zum großen Teil daran, dass es ein Jahr großer Veränderungen gewesen ist.

2016 war das erste Jahr, in dem wir komplett 365 Tage im Wohnmobil gelebt haben.

2016 war nicht immer einfach

In dem wir nicht nur Sonnentage gehabt haben (sowohl wetter- als auch launentechnisch). Das Jahr in dem wir also lernen mussten, damit umzugehen und uns mit dem dann doch sehr begrenzt werdenden Raum in unserem Simon zu arrangieren.

Wolken am Himmel über dem Meer
Auch im Paradies ist der Himmel manchmal wolkenverhangen.

Es war das erste Jahr, in dem wir den Sommer im Wohnmobil lebend in Deutschland verbracht haben und dabei mehr Kilometer kreuz und quer durch die Republik gefahren sind als im Winter davor in Spanien.

Es war das erste Jahr, das wir arbeitend unterwegs verbracht haben mit all den kleinen und größeren Schwierigkeiten, die das mit sich bringt. (Ich sage nur: Wo ist das Internet hin?)

Und es war das erste Jahr mit unserem Chief an Bord. Der gefühlt das erste halbe Jahr bei uns mit Durchfall, Erbrechen und damit verbundenem Unwohlsein verbracht hat (natürlich inklusive ständiger und nächtlicher Gassirunden) nur um nach überstandener Krankheit direkt in eine testosterongetriebene Anti-Haltung zu rutschen.

Nein, das vergangene Jahr ist nicht immer einfach gewesen. Viel Arbeit, unzählige Gassirunden und viel zu viele gefahrene Kilometer.

Ein Hund hängt halb vom Sofa herunter mit dem Kopf auf dem Bein eines Mannes.
Auch Chief ist 2016 manchmal einfach nur hundemüde gewesen.

Aber 2016 war einfach schön

Aber 2016 ist auch das Jahr gewesen, indem wir komplett im Wohnmobil gelebt haben. Indem wir mit Meeresrauschen im Ohr eingeschlafen sind und unseren ersten Spaziergang morgens am Strand absolviert haben. Oder auch in absoluter Ruhe eingeschlafen sind und mit einem grandiosen Sonnenaufgang in den Bergen aufgewacht sind.

Sonnenuntergang über den Klippen in Kantabrien
Ich weiß nicht wie viele tolle Sonnenuntergänge wir im letzten Jahr beobachten durften. Jedes Mal wieder ist es beeindruckend.

Es war das erste Jahr in dem wir so viele neue Orte gesehen haben, wie niemals in einem Jahr zuvor. Indem wir nicht nur in Spanien wunderschöne Landschaften entdecken durften, sondern auch bezaubernde Orte in Deutschland gesehen haben. Das erste Jahr, das uns die Atlantikküste langsam Richtung Portugal geführt hat. Das Jahr in dem wir wundervolle Schlafplätze hatten und dabei so viele tolle und interessante Menschen kennengelernt haben, dass es uns oft schwer gefallen ist, Abschied zu nehmen. Und es war auch das Jahr, in dem wir all die Freunde wieder getroffen haben, die uns wichtig sind. (Na gut, für wirklich alle war einfach nicht genug Zeit! Aber wir arbeiten dran ;-))

2016 war das erste Jahr, das wir arbeitend unterwegs verbracht haben und dabei die von uns gesetzten Ziele weit übertroffen haben.

Ein Hund liegt mit dem Kopf entspannt auf der Tastatur eines Laptops
Chief achtet schon darauf, dass wir nicht zu viel arbeiten.

Und es war das Jahr in dem wir Chief an Bord genommen haben. Das erste Jahr mit unserem schlappohrigen Charmeur, der nahezu jede Reise ohne Murren über sich ergehen lassen hat. (Na gut nach 3 Tagen nur von kleineren Pausen ununterbrochener Fahrt durch Frankreich und die Niederlande hat er gestreikt. Aber ansonsten steigt er immer gerne in unserem Simon ein und bewacht ihn souverän und zuverlässig.) Das erste Jahr mit ausgelassenem Herumtollen an den verschiedensten Stränden in Europa.

Nein, 2016 ist nicht immer einfach gewesen. Aber es ist einfach schön gewesen. Mit ganz viel toller Arbeit, unzähligen spaßigen Gassirunden und vielen tollen Erlebnissen dank der vielen gefahrenen Kilometer.

Und 2017?

Mittlerweile ist nahezu die erste Hälfte vom Jahr 2017 rum. Das bedeutet, dass sich in zwei Tagen der Tag zum zweiten Mal jährt, an dem wir aus Versehen ein Wohnmobil gekauft haben. Es zeichnet sich jetzt schon ab, dass auch 2017 ein Jahr großer Veränderungen werden wird.

Zwei Hunde liegen in einem Körbchen
Nicht nur wir haben alte und neue Freunde getroffen.

Ein paar werdet ihr bald erfahren, ein paar werden noch ein bisschen dauern. Aber es tut sich eine Menge bei uns. (Weshalb es auch zwischendurch so verdächtig ruhig gewesen ist.)

Und 2017 wird (mal wieder) ein Jahr der umgeplanten Pläne 😀 Wie sage ich immer so gerne?

Nur wer einen Plan hat, kann davon abweichen.

Oder um es mit Sebastians Worten zu sagen:

Immer wenn Du Pläne machst, fällt irgendwo das Schicksal lachend vom Stuhl.

So auch in diesem Jahr. Und deswegen sind wir auch erst einmal zurück in Deutschland. Das macht aber nichts. Denn wir werden auch am Ende diesen Jahres sagen: Ja! Wir sind glücklich. 

Selfie von einem glücklichen Päarchen in der Mitte ein Hund hinter ihnen das Meer
Ja! Wir sind glücklich.

Wir sind übrigens von Caros Frage so begeistert, dass wir uns vorgenommen haben, sie jetzt auch jedem Menschen zu stellen, den wir kennen lernen 🙂

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Die Macht des Impressums https://www.arbeiten-unterwegs.de/macht-des-impressums/ https://www.arbeiten-unterwegs.de/macht-des-impressums/#comments Wed, 29 Mar 2017 15:34:56 +0000 https://www.arbeiten-unterwegs.de/?p=2638 [weiterlesen]]]> Fast jede Webseite in Deutschland hat es – das Impressum. Jede werbliche und geschäftsmäßige Webseite in Deutschland muss diese Anbieterkennzeichnung besitzen. Sobald du in deinem Blog Werbung oder Affiliate Links oder irgend etwas womit du Geld verdienen willst eingebunden hast, gilt es auch für diesen. Im §5 des Telemediengesetzes heißt es:

Diensteanbieter haben für geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene Telemedien folgende Informationen leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar zu halten…

Auf Deutsch: Ein Impressum muss vorhanden sein und es muss immer erreichbar sein. Es wird daher auf jeder Seite artig verlinkt. So ein Impressum erhält dadurch eine ganze Menge Linkpower. Und dort bleibt sie ungenutzt. Das muss nicht sein.

Das Impressum ist außerdem eine oft besuchte Webseite. Schafft es doch durchaus Vertrauen bei den Besuchern. Schaut mal in eure Statistiken, wie oft es aufgerufen wird. Warum sollte man das nicht nutzen? Beispielsweise um die Besucher auf wichtige Seiten aufmerksam zu machen oder auch die Seiten durch interne Links bei Google weiter nach vorn zu bringen?

Jedes Impressum sollte einen kurzen Text enthalten, der wichtige Themenbereiche oder Unterseiten der gesamten Webseite aufzeigt und auch verlinkt.

 

Welche Seiten verlinken?

Das ist eine Frage, die sich viele Leser nun stellen. Eine sehr gute Frage. Betrachten wir es aus der betriebswirtschaftlichen Sicht. Welche Seiten sind denn für dein Unternehmen die wichtigsten? Wo entsteht der meiste Umsatz oder noch besser der beste Deckungsbeitrag? Das sind genau die Seiten, die du verlinken solltest. Bei einem Blog sind es wichtige Kategorien und vielleicht auch einzelne Beiträge. In einem Onlineshop mit vielen tausend Produkten sind das sicherlich eher Kategorieseiten als einzelne Produktseiten. Auf einer Unternehmenspräsentation sind es die einzelnen Dienstleistungen. Die Liste lässt sich noch weiter führen, aber du siehst, worauf ich hinaus will, oder?

Abmahnrisiko Impressum

Da fehlerhafte Impressen oft abgemahnt werden, habe ich mir die Frage gestellt: Darf ich eigentlich so etwas ins Impressum schreiben oder gehe ich damit wieder ein Risiko ein? Unser Anwalt, Peter Hense, meint dazu:

Natürlich kann man ins Impressum alles mögliche reinschreiben. Ich kann auch ein kleines „Google Places“ anlegen, mit vielen nützlichen Infos. Wir haben aber immer dafür plädiert, dass Impressen auf noindex gesetzt werden. Für den Fall, dass sich eine Änderung der Rechtslage ergibt, entkommt man so den Leuten, die einfach Fehler googlen. Das gilt auch für AGB und Datenschutzerklärung. Reine Haftungsvermeidung.

Sehr spannende Perspektive auf das Thema. Also das Impressum auf noindex setzen, um das Haftungsrisiko zu verringern. Aber nützen dann die Links aus dem Impressum, die ich weiter oben empfehle, noch etwas?

Ja, klar. Sie nützen den Menschen. Die klicken gern auf ein Impressum, um sich ein Bild zu machen, mit wem sie es gerade zu tun haben. Dieses noindex sagt übrigens Google, dass diese Seite nicht in den Index aufgenommen werden darf.

Impressum als Trust-Element

Das Impressum kann deinen Besuchern helfen, Vertrauen zu deinem Unternehmen aufzubauen. Die Ergänzung zu meiner oben genannten Empfehlung lautet also: Verlinke auch Seiten, die Vertrauen in dein Unternehmen aufbauen. Die Vorstellung deines Unternehmens/ deiner Webseite, vielleicht sogar ein Leitbild, das Team, sofern vorhanden und was andere sagen, sind solche Informationen. In einem Blog ist es eher die „Über“ Seite.

Und die Linkpower?

Die existiert auch, wenn das Impressum nicht indexiert wird. Es spricht also nichts dagegen, meiner Empfehlung und der von Peter Hense zu folgen. Matt Cutts, der Sprecher des Webspamteams von Google, hat in einem Interview einmal gesagt, dass Seiten, die das noindex Tag enthalten, Pagerank aufbauen und abgeben können. Das Interview stammt aus 2007. Es kann sein, dass Google das mittlerweile anders handelt.

Meine Empfehlung:

Reichere dein Impressum durch einen Text mit den wichtigsten Informationen über deinen Blog oder dein Unternehmen  an. Verlinke  daraus auf wirtschaftlich wichtige Seiten und auf Seiten, die Vertrauen bei deinen Besuchern aufbauen.

Setze die Seite ruhig auf noindex, um es Abmahnern schwerer zu machen, dein Impressum nur durch googeln zu finden. Und passe dein Impressum der aktuellen Rechtsprechung an. Achte  darauf, dass du eine weitere Seite mit Informationen über dein Unternehmen hast, wie zum Beispiel eine Kontaktseite. Sonst findet Google keine Informationen, wenn jemand zum Beispiel nach deiner Adresse, Rufnummer oder den Öffnungszeiten sucht, falls du solche Informationen hast. Bei einem Blog ist das natürlich nicht sinnvoll. Der hat ja immer offen.

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