Wenn einer eine Reise tut…

sturmgepeitschter See mit dunklen Wolken im Hintergrund
Reisen ist schön, man kann hinterher vieles erzählen, aber die Anreise ist oft stressig...
sturmgepeitschter See mit dunklen Wolken im Hintergrund
Reisen ist schön, man kann hinterher vieles erzählen, aber die Anreise ist oft stressig…

…dann hat er (oder sie ;-)) meistens viel zu erzählen. Das merkt ihr ja auch bei uns. Ich weiß nicht, ob ich nahezu täglich etwas zu erzählen hätte, wenn ich noch im Labor arbeiten würde. Vor allem etwas, das für andere Menschen von Interesse ist.

So wie heute. Heute bin ich zum ersten Mal alleine geflogen. Ohne Sebastian bin ich ja schon einmal nach Amerika unterwegs gewesen, aber da hatte ich auch noch drei Schülerinnen dabei (in meinem „alten“ Leben als Lehrerin). Heute ging es also das erste Mal ganz alleine in den Flieger. Schon ein bisschen aufregend. Es ist ja doch immer wieder etwas anderes, ob man etwas mit jemandem zusammen oder alleine tut.
Und Fliegen ist immer ein kleines bisschen stressig. Eigentlich generell das Reisen. Nicht, wenn man dann im Bus, Flugzeug oder in der Bahn sitzt. Das finde ich entspannend, weil ich die Zeit nutzen kann, um zu lesen, nachzudenken oder einfach vor mich hin zu träumen.

Das was ein wenig Stress verursacht ist sozusagen der Weg dorthin. Von dem Moment, an dem du deinen Koffer gepackt hast über den Weg bis hin zum Einchecken, überlege ich mindestens 100 Mal, ob ich auch nichts vergessen habe. Und nicht nur einmal sehe ich nach: Hat das Handy genügend Strom? Habe ich meinen Reisepass? Habe ich mein Portemonnaie? Bisher habe ich noch nichts vergessen… Es hilft mir dabei allerdings, dass ich einen festen Platz für diese Dinge habe. Schließlich habe ich in unserem Wohnmobil nur diesen meinen kleinen Rucksack dabei. Es bleibt also keine Auswahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Taschen mit diversen unterschiedlichen Fächern zum Verstauen von Handy und Reisepass. Am Flughafen versuche ich dann beides immer griffbereit in der Hosen- oder Jackentasche zu haben.

Auf dem Weg zum Flughafen / Bahnhof steigt mein Stresslevel dann immer noch einmal an: Werde ich es rechtzeitig schaffen? Heute hat Sebastian mich mit unserem Simon zum Flughafen gefahren. Lissabon. Zur morgendlichen Rushhour… nicht unbedingt beruhigend für meine Nerven. Aber wie bisher eigentlich immer, haben wir genügend Reservezeit eingeplant. Das führt dazu, dass ich auf dem Flughafen sitzen und in Ruhe diesen Beitrag schreiben konnte 😃 Es hilft mir ungemein dabei, nicht noch gestresster zu werden. Ich merke nämlich immer,dass ich unruhig werde, wenn der Bus zum Flughafen oder heute unser Simon anfangen in stockenden Verkehr zu geraten. Dann hilft es mir einen Blick auf die Uhr zu werfen und mich zu vergewissern, dass ich noch mehr als genügend Zeit habe!

Kite-Surfer
Manchmal fühle ich mich beim Reisen eher hin- und her geworfen…

Gerade auf unbekannten Flughäfen wird es dann noch einmal anstrengend für mich. Wo muss ich hin? Wo ist der Security-Check? Wo finde ich die Gates? Der große Vorteil ist, dass wir mittlerweile eigentlich immer online einchecken und unseren Boardingpass auf dem Handy gespeichert haben. (Deswegen ist auch der Strom auf dem Handy so wichtig!) Da sparen wir uns die Schlange am Check-In. Das funktioniert natürlich nur so lange, wie wir kein Gepäck zum Einchecken haben, sondern mit Handgepäck reisen. Ich habe mich eine ganze Weile dagegen gewehrt, nur mit Handgepäck zu reisen. Weil mir die Einschränkung mit den Flüssigkeiten so groß erschien. Mittlerweile ist es so, dass ich ziemlich locker mit dem 1l-Beutel und den 100ml-Flaschen auskomme. Je nachdem wohin ich fliege und wann ich ankomme, nehme ich mehr oder weniger Shampoo, DuschDas, Deo und Co. mit. Ich kann ja alles kaufen! So führt dann vor Ort einer der ersten Wege in eine Drogerie, wenn ich nicht wie jetzt zu meiner Familie fliege, wo ich eh schon einen Vorrat angelegt habe. Das erspart eine Schlange am Flughafen und vergrößert damit den Zeitpuffer, den ich bis zum Abflug habe.

Also geht es am Flughafen direkt zum Security Check. Hier in Lissabon an Terminal 2 ist der extrem wuselig! Es sind gefühlte 1000 Menschen hier und nur 4 sehr kurze und enge Durchleuchtungspunkte. Dafür aber eine Menge Sicherheitspersonal. Da fühle ich mich immer sehr gehetzt! Das ist so wie wenn die Verkäuferin an der Kasse deine Lebensmittel in den Wagen räumt, weil sie mit dem Scannen viel schneller ist als du mit dem EInladen und eigentlich schon der nächste Kunde wartet. Ich hasse das! Am Flughafen ist es auch so. Es hilft mir, wenn ich vorher alles so packe, dass ich ohne großes Wühlen an mein Laptop und den Flüssigkeitenbeutel komme. Nach der Sicherheitskontrolle schnappe ich mir wenn möglich die ganze Kiste mit meinen Sachen, um sie in Ruhe ausräumen zu können. Wenn das nicht geht (wie hier in Lissabon), dann greife ich mir meinen Kram und gehe notfalls auf Socken an die Seite, um mich in Ruhe anzuziehen und meine Sachen wieder in die Tasche zu packen. Wenn ich das in Ruhe mache, dann kann ich auch sicher sein, dass ich nicht irgendetwas verloren oder vergessen habe.

Schnee auf Tannen
Und dann kommt man an in Deutschland und es schneit… trotzdem schön 😉

Ja, Reisen ist anstrengend! Aber ich kann dich beruhigen: es wird mit jedem Mal besser. Denn nach jedem Flug weißt du, was du besser machen kannst, damit es beim nächsten Mal noch weniger stressig ist.

Für mich übrigens eine Erkenntnis, die mein Stresslevel noch wieder gesenkt hat: Zwiebellook! Ich bekomme schlechte Laune, wenn ich schwitze. Und da es in stressigen Situationen und in Menschenmengen grundsätzlich wärmer ist, habe ich angefangen mehrere Lagen anzuziehen. Die ziehe ich vor der Sicherheitskontrolle nahezu alle aus. Wenn ich dann meine Flüssigkeiten und mein MacBook wieder in den Koffer packe, kommt mindestens eine Lage dazu. Es sind alles dünne Jäckchen oder Schals / Pashminas, das passt also in der Regel immer noch. Je nachdem, ob ich in kältere oder wärmere Regionen fahre und wie lange der Flug dauert, bleibt meine Jacke draußen oder eben nicht. So bin ich weniger gestresst, weil mir warm ist und ich Unmengen an Kleidung mit mir herum schleppe.

Und dann heißt es meistens warten. Gerade weil ich in der Regel einen großen Zeitpuffer habe, bleibt mir mindestens eine Stunde bis zum Boarding. In der kann ich mich sozusagen wieder beruhigen und auf den Flug freuen. Denn bei all der Aufregung im Vorfeld bzw. am Anfang einer Reise, so fliege und reise ich grundsätzlich sehr gerne. Und die Freude lasse ich mir von so ein bisschen Stress nicht nehmen. Da entwickle ich lieber Strategien, um noch entspannter zu reisen.

Hast Du noch andere Tipps für ein entspanntes Reisen?

Was sind Deine Stressmomente beim Fliegen?

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Über Steffi 80 Artikel
Ich bin Stefanie und reise mit meinem Mann als Digitale Nomaden um die Welt. Auf unserem Blog schreibe ich hauptsächlich über die Gedanken und Vorbereitungen auf dem Weg zum Start unserer Reise ebenso wie die Aufgaben, die sich uns unterwegs stellen.

6 Kommentare

    • Na da bin ich ja mal gespannt, wie es Dir ergeht, wenn Du uns in Spanien besuchen kommst 😉 Oder fährst Du die Strecke?
      Ich freu mich auf jeden Fall schon.
      Bis dahin liebe Grüße (und guten Flug 😉 )
      Steffi

  1. Hallo Ihr Beiden. Bin mittlerweile seit einigen Tagen in Torremolinos-Stellplatz direkt am Meer-kostenlos !!!. Naechste Woche fahre ich nach Rincon.
    Wo seid Ihr ??

    Gruss Holger

    • Hallo Holger,

      wir sind momentan (immer) noch in Portugal in Paderne nahe Albufeira. Wir sind hier ja auf den Hund gekommen und haben ihm und uns ein bisschen Zeit gegönnt, um uns aneinander zu gewöhnen und nicht gleich alles zu verändern (Besitzer, Wohnmobil, Umgebung, …). Am jetzt kommenden Mittwoch wollen wir uns dann aber auf den Weg nach Spanien machen. Gegen Ende Januar sind wir dann auch wieder in Rincon.

      Liebe Grüße von Steffi

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