Digitale Nomaden

Der Begriff des Digitalen Nomaden ist seit einiger Zeit in aller Munde. Er wurde nach den Erfolgen der DNX 2014 und 2015 (Konferenz für Digitale Nomaden in Berlin) mittlerweile von vielen Zeitungen und Fernsehsendern aufgegriffen und als neue Lifestyle-Bewegung angepriesen. Doch vielleicht hast du dich auch schon gefragt: was soll das eigentlich sein, ein Digitaler Nomade?

Was ist ein Digitaler Nomade?

Wenn du wissenschaftlich an die Definition eines Digitalen Nomaden herangehst, dann ist ein Nomade laut dem Duden ein

„Angehöriger eines (Hirten)volkes, das innerhalb eines begrenzten Gebietes umherzieht“

und das Nomadendasein eine

„durch Umherziehen gekennzeichnete Lebensweise eines Menschen“.

Wikipedia bezeichnet als Nomaden im engeren Sinn Menschen,

„die aus ökonomischen Gründen eine nicht sesshafte Lebensweise führen“.

Diese ökonomischen Gründe können im klassischen Sinne das Nahrungsangebot für die eigenen Tierherden sein so wie bei den Hirtenvölkern in den Steppen und Wüsten unserer Welt. Oder es handelt sich im weiteren Sinne um das Arbeitsangebot, das Wanderarbeiter umherziehen lässt.

Sibirische Nomaden mit Tipi und Rentieren

Sibirische Nomaden mit Tipi und Rentieren

„Ein Digitaler Nomade (auch: Internet-Nomade) ist“

laut Wikipedia

„ein Unternehmer oder auch Arbeitnehmer, der fast ausschließlich digitale Technologien anwendet um seine Arbeit zu verrichten und der einen Lebensstil führt, der eher als nicht sesshaft, ortsunabhängig oder multilokal zu bezeichnen ist.“

Alles klar?

Nein?

Dann sollten wir uns vielleicht nicht mit einer Definition aufhalten, sondern uns fragen, was einen Digitalen Nomaden denn ausmacht.

Was macht einen Digitalen Nomaden aus?

Gedeckter Frühstückstisch mit Laptop und Handy

Für einen Digitalen Nomaden unverzichtbarer Bestandteil sind Laptop und Handy.

Bist du bereits ein digitaler Nomade, wenn du davon träumst, dem Hamsterrad zu entkommen? Oder erst, wenn du die Möglichkeiten geschaffen hast, jederzeit deinen Aufenthaltsort selbst zu bestimmen und von da zu arbeiten? Kannst du nur dann digitaler Nomade sein, wenn du selbstständig im Online-Bereich bist? Und ist jeder Selbstständige automatisch ein digitaler Nomade? Und was soll das eigentlich sein, dieses viel zitierte Hamsterrad?

Unsere Antwort darauf lautet: Es kommt darauf an. 😉

Denn im Grunde genommen ist es ganz einfach:

Du bist ein Digitaler Nomade, wenn Du dich wie einer fühlst!

Was das nun wieder heißt?

Nun die oben genannte Definition von Wikipedia lässt sich noch erweitern:

Der Digitale Nomade zeichnet sich dadurch aus, dass er ein selbstbestimmtes Leben führt! (Das kannst du auch hier im Artikel zur DNX nachlesen.)

Er oder sie reist, wenn er (oder sie) es will.

Und wenn nicht, dann wird oder bleibt der Digitale Nomade eben ein sesshafter Nomade. So wie die klassischen Nomaden im Winter.

Nicht jeder, der sich als Digitaler Nomade bezeichnet, gibt gleich seine Wohnung auf und reist nur noch mit seinem Laptop durch die Welt, so wie wir das tun. (Ok, seit Juni 2015 ist zu den Laptops noch aus Versehen Simon, das Wohnmobil dazu gekommen.Wie wir aus Versehen ein Wohnmobil kaufen konnten? Lies selbst!) Andere Nomaden haben eine Heimatbasis in Deutschland. Viele verbringen zum Beispiel den Sommer in Deutschland und ziehen wie Zugvögel in den Süden, wenn es kälter wird. Manch einer ist auch nur viel innerhalb Deutschlands unterwegs. Oder wenig, hätte aber die Möglichkeit.

Man schaut von einem Laptop auf einer Liege aus auf einen Pool in tropischer Umgebung

Viele Menschen verbinden Digitale Nomaden mit Arbeiten am Strand oder Pool. Tatsächlich ist es so viel mehr als das!

Viele Digitale Nomaden sind zwar selbstständig und arbeiten hauptsächlich digital, aber nicht jeder Selbstständige oder Blogger ist gleichzeitig ein digitaler Nomade. Das liegt schon alleine daran, dass viele Unternehmen auch im digitalen Bereich nicht nur von ihrem Standort sondern auch von der Person des Unternehmers stark abhängig sind. Manchmal wollen die Kunden immer vom Chef betreut werden, manchmal hat nur der Unternehmer selbst das wichtige und nötige Know How in seinem Unternehmen. Und vor allem möchte nicht jeder Selbstständige automatisch ein Digitaler Nomade sein! Und nicht jeder Digitale Nomade möchte (aus den verschiedensten Gründen) selbstständig sein.

Wie du das Kind auch immer bezeichnen möchtest (und es gibt eine Menge Bezeichnungen und Meinungen zu diesem Thema, wie du auch bei der Blogparade von Tanja nachlesen kannst), hinter dem Begriff oder der Bewegung der Digitalen Nomaden steht der Wunsch nach der Selbstbestimmung über das eigene Leben. Sie beinhaltet, dass du eine Arbeit machst, die dir Spaß macht und bei der du das tut, was du gut kannst. Also nicht nur einen Beruf ergreifst, sondern auch deiner Berufung nachgehst. Du bestimmst selber, wie viel und wo du arbeiten möchtest. Es ist die Freiheit, jederzeit den eigenen Standort ändern zu können und von da zu arbeiten.Und genau das ist auch damit gemeint, wenn von dem Ausstieg aus dem Hamsterrad gesprochen wird. Nie war das durch die Errungenschaften der Technik so einfach wie heute. Wenn du nicht willst, dann musst du keinen ungeliebten Job ausüben!

Eine Möwe fliegt in blauem Himmel

Ein freies und selbstbestimmtes Leben ist das Ziel vieler Digitaler Nomaden. Dafür überwinden sie viele ihrer Ängste.

Menschen die ihr Leben örtlich und zeitlich ungebunden leben, sind Digitale Nomaden.

Wenn Du jetzt immer noch diesen Text liest, scheint dich das Leben als digitaler Nomade zu interessieren. Du stellst dir jetzt vielleicht die Frage, wie man dort hin kommt.

Wie werde ich ein digitaler Nomade?

Nun, wenn du hier gelandet bist, dann übt der Lebensstil der Digitalen Nomaden eine gewisse Faszination auf dich aus. Vielleicht hast du auch schon einmal darüber nachgedacht aus dem Käfig des vorherbestimmten Lebens auszubrechen, das berühmte Hamsterrad zum Stillstand zu bringen. Denn ein Hamsterrad engt dich ein und lässt dich strampeln ohne zum Ziel zu kommen.

Oder du hast dir schon Gedanken gemacht, wie schön es wäre, wenn du als freier Mensch genau das tun und damit Geld verdienen könntest, wovon du schon immer geträumt hast?

Dann nimmt dir die Zeit intensiver darüber nachzudenken. Schließ die Augen und stell es dir bildlich vor. Oder mach einen Spaziergang, fahr eine Runde Fahrrad. Mach einfach das, wobei du am besten ungehindert und gründlich nachdenken kannst. Denn dein Weg zum Digitalen Nomaden beginnt mit den richtigen Gedanken.

Stell dir vor, wie sie sein soll, deine Zukunft als Digitaler Nomade. Lass dir ruhig Zeit damit.

Du kannst Dir einen konkreten Tag vorstellen oder ein konkretes Ereignis.

Wolltest du schon immer in Thailand am Strand sitzen und einen Reiseartikel schreiben? Dann stell dir vor, wie du genau das tust. Vom Koffer packen über den Flug bis hin zur Ankunft in deiner Unterkunft. Stell dir möglichst bildhaft vor, wie es sich anfühlen würde, wenn du deinen Traum lebst.

Blick über entspannt auf einer Liege ausgestreckte Beine und Strand zum Meer

Ein entspannter Tag am Strand. Ist das dein Traumtag, von dem du schon immer geträumt hast?

Kannst du dir diesen Moment vorstellen? Ohne Zweifel und Ängste?

Glückwunsch! Dann bist du schon ein Digitaler Nomade.

Bei den allermeisten wird es aber nicht ganz so einfach werden. Denn es ist menschlich, bei dieser Vorstellung noch das eine oder andere laute „Aber“ zu hören. Keine Angst, auch du bist bereit ein digitaler Nomade zu werden. Die auftauchenden Ängste und Zweifel sind gerade in unserer sehr festgelegten und vorstrukturierten Gesellschaft völlig normal. Die hatte jeder Digitale Nomade irgendwo auf seinem Weg. Der eine oder andere hat vielleicht mittlerweile nur vergessen, dass es so war.

Was du dagegen tun kannst? Du musst nur weiter intensiv darüber nachdenken, was genau dich blockiert, damit du deine Ängste überwinden kannst.

Ängste überwinden

Wie schon gesagt, ist es in unserer Gesellschaft nicht unbedingt vorgegeben ein wirklich freies und selbstbestimmtes Leben zu führen. Wir haben zwar alle Möglichkeiten und keiner wird müde uns zu sagen, dass niemand so viele Chancen hat, wie wir. Aber damit ist nicht gemeint den vorbestimmten Pfad aus Wohnung, Arbeit und Freizeit zu verlassen. Jeder, der ein nicht angepasstes Leben führt, wird wissen, wovon ich rede. Wenn du dich aus diesem Trott aus Schule, Ausbildung, Auszug aus dem Elternhaus in die erste eigene Wohnung, Job, Zusammenzug mit dem Freund/der Freundin, vielleicht Kinder, Umzug oder ein anderer Job dauerhaft verabschieden möchtest, dann wirst du im harmlosesten Fall merkwürdig angeguckt werden.

Hügel mit Seilbahnen und einem Weg

Den vorgezeichneten Weg zu verlassen, kann dich durchaus in unwegsames Gelände führen. Oder dir eine zauberhafte Aussicht bescheren.

Vielleicht bekommst du aber ja auch solche Dinge zu hören wie:

Du kannst das machen, weil du noch keine Kinder hast.

 

Wenn du wie ich ein Haus hättest, dann ginge das nicht.

 

Und was machst du, wenn du mal alt bist?

 

Ja, wenn ich noch jung wäre, dann ginge das noch.

 

Mit meinem Job kann ich das nicht.

 

Das finde ich toll, aber…

Hinter all diesen Sätzen und Phrasen und insbesondere den vielen „Aber“ stehen Ängste. In den meisten Fällen die Angst vor dem Verlust der Sicherheit. In unserer Wohlstandsgesellschaft ist es längst eine Selbstverständlichkeit ein Dach über dem Kopf zu haben. Von fließendem Wasser, Strom, genügend zu essen und schnellem Internet ganz zu schweigen. Und es verängstigt die Menschen instinktiv, wenn jemand so verrückt ist, diese scheinbare Sicherheit aus Wohnung und Festanstellung aufzugeben. Denn wer macht sich schon gerne Gedanken darüber, dass es keine absolute Sicherheit gibt? Das einzige, was wirklich sicher in unserem Leben ist, das ist unser Tod. Und damit befassen sich nur die wenigsten Menschen gerne. Was ich auch nicht verurteile. Es ist menschlich. Aber es hindert dich an deinem selbstbestimmten und freien Leben.

Ob es nun die Angst vor dem Verlust der Sicherheit ist oder aber die Angst vor dem Unbekannten, die meisten Menschen wünschen sich Beständigkeit. Sie möchten jetzt schon wissen, wie ihr Leben in 10, 20 oder gar 50 Jahren aussehen wird.

Wenn du das nicht kannst oder willst, Glückwunsch, dann hast du den nächsten Schritt auf dem Weg zum Digitalen Nomaden gemacht.

Und wenn dich die Ängste doch wieder einmal erwischen, dann liest du in meinem Artikel „Warum mache ich das alles eigentlich„, dass du damit nicht alleine bist und in diesem Artikel „Die Angst reist mit„, wie du mit ihnen umgehen kannst.

Nachdem du nun deine Ängste überwunden oder wenigstens schon einmal erkannt hast, dann kann es nun an den nächsten Schritt auf dem Weg zum Digitalen Nomaden gehen: der Weg zum Geld verdienen mit deiner Berufung.

Geldscheine und Münzen auf einem schwarzen Untergrund

Leider verdienen auch Digitale Nomaden ihr Geld nicht im Schlaf. Dafür aber mit Spaß 🙂

Geld verdienen

Im Grunde genommen geht es bei dem nächsten Schritt zu deinem Leben als Digitaler Nomade immer um die gleiche Frage egal aus welcher Ausgangssituation du kommst: Was ist es, was dich antreibt?

Damit meine ich, dass du dir zu erst einmal Gedanken machen solltest, womit du in Zukunft dein Geld verdienen möchtest. Was ist es, was du gerne machst? Was ist das eine, das es sich nicht wie Geld verdienen oder Arbeit anfühlen lässt? Das, was aus deinem Beruf deine Berufung macht. Es gilt also in einem ersten Schritt herauszufinden, was du kannst. Wie du das machst, kannst du in diesem Artikel nachlesen. Erst im zweiten Schritt geht es darum zu sehen, wie du damit Geld verdienen kannst. Dabei hilft es dir wie auf deinem gesamten Weg hin zum Digitalen Nomaden, dich zum einen mit anderen Menschen, die dich und deine Fähigkeiten kennen auszutauschen und zum anderen mit denjenigen zu reden, die diesen Weg schon gegangen sind oder aber wissen, was alles möglich ist.

Dabei ist es sicherlich so, dass nicht alle Berufungen das Potential zum Geldverdienen in sich tragen. Aber sollte das der Fall sein, dann gilt es, den Weg zu finden, der beides miteinander vereint und dir ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Denn letztendlich musst nur DU dich wohl fühlen in deiner Haut und mit deinem Leben!

Dein Weg aus der Festanstellung

Der häufigste Weg ist der aus der Festanstellung hin zum Digitalen Nomaden. Das liegt erst einmal daran, dass es der klassische Weg ist aus der Schule in die Ausbildung und dann in den Job. Somit verdient der überwiegende Teil der Menschen in einer Festanstellung sein Geld. Oftmals ist aber das, was deine Berufung ist, nicht unbedingt gleichzusetzen mit dem, was du in deinem Job als Festangestellter tust. Bei mir war das so. Ich bin zwar gerne Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz geworden und gewesen, weil mir Teilbereiche der Arbeit wirklich Spaß gemacht haben, aber es ist nicht meine Berufung.

Deutsches Ortsschild unten steht Beruf durchgestrichen, oben steht Berufung und ein Pfeil

Aus Beruf wird Berufung. Oder: Wer Spaß hat an dem, was er tut, der wird nie wieder arbeiten!

Jetzt musst du aber nicht so wie ich unbedingt gleich deinen alten Job kündigen und einen ganz anderen ergreifen. Denn es ist durchaus auch möglich, dass du als Festangestellter in deinem Beruf ein Digitaler Nomade wirst.

Wie das gehen kann?

Nun zum einen habe ich dir ja schon beschrieben, dass das Digitale Nomadentum vor allem auch eine Einstellungssache ist. Und wenn du deinen Job gerne machst, dann spricht nichts dagegen, erst die anderen Optionen auszuschöpfen, bevor du vielleicht in einer Selbstständigkeit unglücklich wirst.

Diese anderen Optionen sind ganz einfach auf einen Punkt gebracht Auszeit nehmen oder Heimarbeit anstreben. Natürlich ist es etwas vielschichtiger als oben dargestellt. Denn beide Optionen können in unterschiedlichster Art und Weise ausgeprägt sein.

Das klassischste Szenario für Option 1 ist das Sabbatjahr. Dabei arbeitest du sozusagen die Zeit, die du nicht da bist, vor. Doch auch bei einem Sabbatical gibt es verschiedene Modelle. Sollte das für dich interessant sein, dann kannst du dich auf gängigen Webseiten über alles rund um das Sabbatjahr informieren. (Zum Beispiel hier bei sabbatjahr.org oder hier bei sabbatical24.de oder auch hier beim ratgeber-aussteigen.de.) Dort gibt es auch Tipps, wie du mit deinem Arbeitgeber darüber sprichst.

Ein weniger gängigeres Szenario für die Option der Auszeit ist unbezahlter Urlaub.

Beide Szenarien haben den Nachteil, dass sie zeitlich begrenzt sind (du kannst nicht unbegrenzt unbezahlten Urlaub nehmen und ein Sabbatjahr ist wie der Name schon sagt auf ein halbes oder ganzes Jahr begrenzt) und dass du deinem Arbeitgeber als Arbeitskraft ausfällst. Dieser sollte zwar im Grund genommen ein Interesse daran haben, dich als gesunden und motivierten Mitarbeiter zu behalten, aber manchen Arbeitgebern ist das nicht bewusst oder sie meinen, sie können eine so lange Abwesenheit schlecht planen. Doch sein wir mal ehrlich: Möchtest du noch bei einem Arbeitgeber festangestellt sein, der dich nur als Nummer sieht und nicht als Menschen mit eigenen Wünschen?

Sturmumwölkter Himmel und eine frierende Person mit Kapuze

Einfach mal ausbrechen und sich den Wind um die Nase wehen lassen kann einem dem eigentlichen Ziel rasch näher bringen.

Szenario Nummer 2 kann da schon flexibler sein und sich zu einem echten Gewinn für beide Seiten entwickeln. Es geht dabei um „Heimarbeit“ im weitesten Sinne. In vielen Branchen ist es schon gängig, dass ein Teil der Arbeit von zu Hause erledigt werden kann. Dann ist es ein kleiner Schritt dahin, die Arbeit ganz ortsunabhängig durchzuführen. Und von da aus ist auch die zeitliche Unabhängigkeit machbar. Denn du möchtest ja vielleicht auch einmal in eine andere Zeitzone reisen und dort nicht die Nacht durcharbeiten müssen, weil du dich an deutsche Arbeitszeiten zu halten hast.

Es gibt auch durchaus in Deutschland jetzt schon Unternehmen, in denen solche alternativen Arbeitszeitmodelle möglich sind. Möglich, dass das vielfach junge und kleinere Firmen aus dem großen Bereich der Neuen Medien und dem Online Marketing sind. Aber es gibt mit Sicherheit viele andere, die zwar noch nicht danach arbeiten, aber neuen Ideen gegenüber aufgeschlossen sind.

Ob eines der beiden Szenarien  in deinem Beruf möglich ist, kann ich dir nicht verraten. Dafür gibt es zu viele verschiedene Berufe mit diversen Arbeitszeitmodellen in Deutschland. Was ich aber weiß ist, dass, wenn du schon deine Berufung in deinem Beruf gefunden hast, es auf jeden Fall einen Versuch wert ist, auch eine örtliche Unabhängigkeit zu erreichen. Denn „Das geht mit meinem Beruf nicht“ ist nur eine Ausrede aus Angst. Vielleicht wird es als Verkäuferin schwer von zu Hause aus zu arbeiten, aber wenn du aus Berufung Verkäuferin bist, dann machst du deinen Job auch sehr gut. Und dann kannst du sicherlich mit deinem Chef sprechen und erreichen, dass du vielleicht drei Wochen lang Überstunden machst und diese dann in der vierten und fünften Woche am Stück abfeiern kannst. So hättest du alle drei Wochen zwei Wochen am Stück frei. Und damit kannst du schon eine ganze Menge mehr Freiheit und Selbstbestimmung in dein Leben bringen.

Der Weg ist das Ziel

Der Weg ist das Ziel und manchmal ist der Weg auch der Weg 😉

Was ich dir damit sagen möchte: es gibt immer einen Weg! Und mit den richtigen Gründen kannst du auch deinen Chef von den Vorteilen überzeugen, die es mit sich bringt, wenn du Digitaler Nomade wirst. Bevor du mit ihm sprichst, müssten dir diese Gründe nur selbst bewusst sein. Wenn du unsicher bist, was die richtigen Gründe sind um deinen Chef zu überzeugen, dann überlege dir ganz genau, was es dir für Vorteile bringt, wenn du Digitaler Nomade wirst. Und sei dabei bitte ehrlich mit dir selbst!

Danach geh ihn einfach, den nächsten Schritt hin zu einem selbstbestimmten und freien Leben. Es hilft schließlich niemandem, wenn du irgendwann ausgebrannt und völlig arbeitsunfähig bist.

Dein Weg als Selbstständiger

Es geht bei deinem Weg als Selbstständiger in das Digitale Nomadentum immer um die Auflösung von Abhängigkeiten. Das können eine Ortsabhängigkeit durch ein Ladengeschäft oder Büro sowie zeitliche Abhängigkeiten durch Projekte und/oder Kunden sein. Denn als Selbstständiger hast du zwar keinen Chef, den du davon überzeugen musst, dass es besser ist, wenn du Digitaler Nomade wirst, aber vielleicht Kunden. Und das könnte ein noch viel größeres Problem werden!

Denn vielfach sind Kunden sehr ängstliche Zeitgenossen, die ihren Erfolg gefährdet sehen, wenn sich etwas ändert. Doch wenn du an die Gespräche mit deinen Kunden ähnlich gut vorbereitet herangehst wie ein Festangestellter an das Gespräch mit seinem Chef, dann sollte deinem Erfolg nichts im Wege stehen. Nimm die Ängste deiner Kunden ernst und präsentiere ihnen konkrete Lösungen und keine allgemeinen Plattitüden. Und frag sie, was konkret ihre Bedenken sind. Vielleicht erkennst du so noch Punkte, die du selber gar nicht auf dem Schirm hattest und die noch geregelt werden müssen.

vorsichtiger Schritt auf dem Eis

Manchmal ist es wichtig vorsichtig einen Schritt nach dem anderen zu gehen, um niemanden vor den Kopf zu stoßen!

Vermutlich ist es langfristig der bessere (und einfachere) Plan keine Kunden zu haben, sondern dich ausschließlich auf eigene Projekte zu konzentrieren. Das schafft dir noch mehr Flexibilität und Freiheit. Doch solange du noch Kunden hast, musst du sie zufriedenstellen. Und sehr oft reicht dafür die Kommunikation per Telefon oder Mail nicht, sondern es gehört ein persönlicher Kontakt dazu. Du kannst diesen regelmäßigen persönlichen Kontakt selbst durchführen, indem du zu bestimmten Zeiten in Deutschland bist und dich mit deinen Kunden triffst. Das schränkt dich zwar in deiner Ortsunabhängigkeit etwas ein, ist aber mit ein bisschen Planung durchaus einfach realisierbar. Vielleicht ist es für dich ja auch gar kein Problem. Denn wie schon gesagt, heißt Digitaler Nomade zu sein nicht ununterbrochen durch die Welt zu gondeln. Es geht nur um ein selbstbestimmtes Leben. Und falls es dir Spaß macht, regelmäßig deine Kunden persönlich zu treffen, solltest du dir das auch nicht ausreden lassen.

Du kannst dieses menschliche Bedürfnis nach persönlicher Anwesenheit auch durch einen Projektmanager lösen. Diese fungieren dann als Ansprechpartner für deine Kunden. Dazu musst du niemanden einstellen, wenn du das nicht willst. Viele Projektmanager arbeiten freiberuflich.

Eine weitere Möglichkeit ist es, sich einen (oder mehrere) Partner ins Boot zu holen, die nicht deinen Freiheitsdrang verspüren, sondern glücklich vor Ort sind und den persönlichen Kontakt mit den Kunden übernehmen. Oder aber ihr teilt euch die „Vor-Ort-Zeiten“ und seit abwechselnd in der Welt unterwegs und vor Ort für persönlichen Kontakt erreichbar.

Alle diese Überlegungen setzen voraus, dass du schon ein Business betreibst, das örtlich unabhängig ist. Dann musst du dich nur noch um die oben angesprochenen Punkte und den eventuell anfallenden Papierkram kümmern (Dazu weiter unten später mehr.) und los reisen. Wenn das nicht der Fall ist, dann beginnt dein Weg an diesem Punkt.

Bei nahezu allen Jobs im Bereich Online Marketing, Neue Medien und dergleichen mehr ist eine Ortsunabhängigkeit leicht zu realisieren. Im Grunde genommen benötigst du dafür nur einen leistungsstarken Laptop und eine hinreichend schnelle Internetverbindung.

Zwei orange farbene Schilder für WLAN und Essen

Viel mehr als Internet und Essen sowie ein Dach über dem Kopf brauchst du als Digitaler Nomade nicht.

Doch auch wenn du einen Shop betreibst, musst du deinen Traum vom Digitalen Nomadentum nicht aufgeben. Du kannst aus deinem Ladengeschäft einen reinen Onlineshop machen und mit Dropshipping oder Fulfillment-Lösungen arbeiten. Das bedeutet, dass du für die Verkäufe sorgst und die Kunden online einsammelst. Beim Dropshipping arbeitest du dann mit einem Händler zusammen, der deine Waren lagert und in deinem Namen verschickt (und sich idealerweise auch um die Retouren kümmert, was aber oftmals nicht der Fall ist). Bei Fulfillment-Lösungen übernimmt dein Partner dann alles von der Lagerhaltung über den Versand bis hin zum Retourenmanagement. Ein bekannter Anbieter ist beispielsweise amazon, die von A bis Z alles für dich übernehmen. Du musst nur noch die Idee mitbringen. Dafür möchte amazon aber auch ein nicht ganz kleines Stück vom Kuchen abhaben.

Welcher Weg für dich der sinnvollste ist, hängt von dir und deinem Business ab. Aber du siehst auch hier gibt es für alles eine Lösung. Du musst sie nur finden wollen.

Dein Weg aus der Arbeitslosigkeit

Die Zeiten in denen du in oder mit „diesem Internet“ mal einfach so schnell sehr reich werden konntest, sind vorbei. Dennoch schlummert online ein großes Potential. Daher kann es dein Weg aus der Arbeitslosigkeit sein, ein Online-Business aufzubauen. Möglichkeiten gibt es unzählige. Auch hier gilt es, das zu finden, was dir Spaß macht und was sich für dich nicht wie Arbeit anfühlt. Denn gerade, wenn du in einem für dich neuen Bereich eine Existenz gründest, wirst du am Anfang etwas Geduld und Durchhaltevermögen brauchen, ehe dein Business so richtig lukrativ wird. Der Vorteil an einem Online-Business ist, dass du kein großes Kapital brauchst. Gerade für den Anfang gibt es viele kostengünstige Lösungen für Blog- oder Shopsysteme.

Gerade aus der Arbeitslosigkeit heraus gibt es zahlreiche Förderungsmöglichkeiten. Für einige wie den Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit ist es notwendig, dass du noch für mindestens sechs Monate Anspruch auf Arbeitslosengeld I hast. Dein zuständiges Arbeitsamt berät dich diesbezüglich und gibt dir auch Hilfestellung bei deinem Businessplan. Dieser ist eines der grundlegendsten Dinge, die du prinzipiell tun musst, bevor du dich selbstständig machst. Denn ohne Businessplan ist es, als ob du grob dein Ziel kennst und auch in etwa weißt, wie du auf der Landkarte dorthin kommst, aber ob und wann du an deinem Ziel ankommst, das weißt du nicht.

Kompass in einer Hosentasche

Ohne Businessplan ist es als ob du ohne Kompass versuchst zu navigieren.

Mit Businessplan kennst du dein Ziel und hast eine zielsichere Navigation, die dir exakt sagt, wann du dort ankommst und dich warnt, falls es auf der Strecke zu Schwierigkeiten kommt.

Gerade als neuer Selbstständiger ist es keine Schande, dir Hilfe zu suchen. Dabei solltest du aber lieber nicht Existenz- oder Existenzgründungsberatern dein Vertrauen schenken. Es mag Ausnahmen geben, aber deren Geschäftsmodell basiert darauf, dass sie daran beteiligt sind oder werden, wenn du eine Existenz gründest und eine Förderung bewilligt bekommst. Dabei ist es ihnen in der Regel egal, ob dein Business auch erfolgversprechend ist. Kontrollfragen können diesbezüglich sein:

Was bringt es mir, wenn ich bei Ihnen bin?

Warum sollte ich zu Ihnen und nicht zu jemand anderem gehen?

Stattdessen ist es sinnvoller, sich an einen Unternehmensberater mit Coachingansatz zu wenden. Solch ein Existenzgründungscoaching hilft dir dabei einen Businessplan aufzustellen, dir also über den Weg zu deinem Ziel klar zu werden. Dabei sagt dir ein guter Coach oder Berater nicht, was du machen sollst, sondern er stellt die richtigen Fragen. Denn jeder Mensch und jedes Unternehmen ist anders. Es gibt also nicht den EINEN Weg, sondern du musst DEINEN Weg gehen. Das ist im ersten Moment anstrengender und mit mehr Mühe verbunden, hilft dir aber dabei eine nachhaltige Struktur aufzustellen und im besten Fall vorher festzustellen, ob dieser Plan für dich persönlich sinnvoll ist oder nicht.

Pfeile in verschiedenen Farben in verschiedene Richtungen vor einem Paar Schuhe

Es gibt unzählige Möglichkeiten ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Du musst dich „nur“ für eine Richtung entscheiden.

Nach dem Studium

Vielleicht ist direkt nach dem Studium der einfachste Zeitpunkt um Digitaler Nomade zu werden. Denn meistens hast du dann noch keine Wurzeln geschlagen, bist in der Regeln noch nicht im Hamsterrad festgefahren und oftmals hochmotiviert. Das alles macht dich offen für Veränderungen. Ein weiterer Vorteil ist, dass du noch weißt, wie es sich anfühlt zu lernen und dir die Nächte um die Ohren zu schlagen und du musst keine Angst vor dem Verlust deines Lebensstandard haben. Denn dieser ist bei dem durchschnittlichen Studenten nicht so sehr hoch.

Vielleicht hast du ja auch schon während deines Studiums nebenbei gebloggt und brauchst diesen Blog jetzt nur noch zu monetarisieren? Oder du hast etwas studiert, dass dich leicht befähigt ein Online Business aufzubauen? Dann trau Dich! Auch für Studierende gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten und Starthilfe.

Wenn du noch studierst und dich schon im Vorfeld mit einem Leben als Digitaler Nomade beschäftigst, dann solltest du nach Möglichkeit in dein Studium ein Auslandssemester einfügen. Dabei kannst du wertvolle Kontakte in andere Länder knüpfen, die dir den Start noch erleichtern können.

Skills

Im Grunde genommen kann jeder Mensch mit der nötigen Einstellung ein Digitaler Nomade werden. Einige Eigenschaften und Fähigkeiten erleichtern dir aber den Weg. Keine Sorge: sowohl die nötige Einstellung als auch die Fertigkeiten kannst du lernen!

Zeitmanagement / Selbstorganisation

Ich behaupte die wichtigste Fähigkeit eines Digitalen Nomaden ist das Zeit- oder Selbstmanagement. Dies gilt im Grund genommen für alle selbständig Tätigen, aber insbesondere für solche, die viel reisen.

Denn wenn du nicht in der Lage bist dich zu organisieren, dann wird dein Unternehmen schnell im Chaos versinken, du wirst wichtige Dinge wie vielleicht Zahlungen vergessen, Flüge verpassen und ganz allgemein das Gefühl haben, dass du nie genug Zeit für alle die Aufgaben hast.

Sich selbst zu organisieren ist ein wesentlicher Bestandteil des Lebens als Digitaler Nomade.

Sich selbst zu organisieren ist ein wesentlicher Bestandteil des Lebens als Digitaler Nomade.

Deswegen mein dringender Tipp: Bevor du dich verzettelst, nimm dir Zeit dich zu organisieren! Und wenn du jetzt kommst mit „Ja, darum kümmere ich mich, wenn ich mal Zeit habe“, dann lass dir gesagt sein:

Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich!

Du hast wie jeder andere Mensch nur 24 Stunden am Tag Zeit. Und das ist nicht verhandelbar. Da dein Leben als Digitaler Nomade nicht daraus bestehen sollte, dass du 18 Stunden am Tag arbeitest, kurz zwischendrin isst, schläfst und dann wieder anfängst zu arbeiten, solltest du einfach gleich anfangen dich zu organisieren. Sonst bist du bald vom einen Hamsterrad im anderen gelandet.

Und wie machst du das nun?

Nun es gibt zahlreiche Möglichkeiten und Tools mit denen du dich und dein Leben organisieren kannst. Für den Anfang sind die wichtigsten:

  1. Deine Zielvorstellung bzw. dein Businessplan, der dir zeigt, was du tun willst und warum. Ich habe für den beruflichen Teil den Businessplaner des BMWi verwendet, weil er mir gleich die nötige Gliederung vorgegeben hat. Für meine privaten Ziele verwende ich Zielcollagen. Das hört sich zwar vielleicht ein bisschen nach „Namen-tanzen“ an, hilft mir aber, herauszufinden, was ich wirklich will und mich darauf zu fokussieren.
  2. Daraus abgeleitet ergibt sich ein Ablaufplan: was willst du wann erreicht haben? Diese Meilensteine solltest  du dir in einen Kalender eintragen und vielleicht sogar mit Erinnerungen versehen. Ich nutze dafür den Google Mail Kalender, weil ich sowieso Google Mail verwende und weil ich in dem Kalender verschiedene Kalender anlegen und anzeigen lassen kann. So habe ich einen mit den Meilensteinen und wichtiges Daten meines Businessplans, einen mit meinen privaten Terminen und jeweils einen als Redaktionsplan für meine Blogs. Diese kann ich mir einzeln oder gemeinsam anzeigen lassen, sie mit anderen Menschen teilen oder auch nur einzelne Termine gemeinsam verwalten.
  3. Mit dem Kalender hast du gleich das nächste Organisationstool an der Hand: den Monats-, Wochen- und Tagesplan. Es mag sich vielleicht anfangs nach einem Haufen Arbeit anhören, aber wenn du dir jeden Abend und Morgen kurz 10 min Zeit nimmst, wirst du dich nie wieder unorganisiert fühlen. Denn abends sozusagen als letzte Arbeitshandlung hakst du die Dinge ab, die du geschafft hast und freust dich darüber und verschiebst die unerledigten Sachen auf den nächsten Tag. Und morgens als erste Tätigkeit schreibst du dir die Dinge auf, die gemacht werden müssen und priorisierst sie
    1. in Dinge, die du unbedingt heute machen musst,
    2. in Dinge, die wichtig sind, aber auch morgen gemacht werden können
    3. in Dinge, die auch wann anders gemacht werden können und die du mit einem Termin für die nächste Woche, den nächsten Monat oder wann auch immer versiehst
  4. Um zu wissen, was noch alles erledigt werden muss, ist ein unverzichtbares Instrument und kaum noch wegzudenken: die To-do-Liste(n). Damit wirst du nie wieder etwas vergessen. Voraussetzung: du nutzt sie regelmäßig und pflegst sie ordentlich! Dafür kannst du für den Anfang solche Apps wie die wunderlist benutzen, die den Vorteil hat, dass du Termine und Erinnerungen eintragen kannst oder Evernote, das den Vorteil hat, dass du auch Notizen, Webseiten, Videos und Bilder speichern kannst.
  5. Die oben genannten Tools sind Möglichkeiten dein Arbeitsleben zu organisieren. Jetzt brauchst du noch eine App wie Tripit, mit der du dein Reiseleben organisieren kannst. Dort hast du den gesamten Reiseablauf auf einen Blick samt Hoteldaten, An- und Abreisedaten.

Das sind nur einige Möglichkeiten dich selbst zu organisieren.  Für mich sind es die Basisinstrumente mit denen ich selbst arbeite und bei denen ich immer wieder feststelle, dass ich mich gestresst und unwohl fühle, wenn ich sie mal eine Zeit nicht nutze. Trotzdem ich das weiß, kommt es immer wieder vor. Weil ich mal keine Lust habe mich zu organisieren oder diszipliniert zu sein, weil ich mal faul bin oder aus anderen Gründen, die ich dir noch nicht einmal nennen kann. Aber wenn ich dann merke, dass ich chaotisch und unzufrieden werde, dann fang ich wieder damit an und schon wird’s wieder besser 🙂

Den optimalen Weg musst du leider auch hier selbst herausfinden.

Hilfe auf dem Weg zu einem Leben als Digitaler Nomade

Jetzt hast du schon eine Menge Informationen rund um die Digitalen Nomaden gelesen. Deinen Weg musst du allerdings alleine gehen. Denn sicherlich wird es ein anderer sein als unserer. Helfen können dir dabei die zahlreichen Seiten im Internet zum Thema Digitale Nomaden, Selbstbestimmt leben und/oder Arbeiten, die unzähligen Facebook-Gruppen und nicht zu vergessen die Bücher rund um das Thema.

Ein sehr umfangreiches Werk (an dessen Entstehungsprozess ich beteiligt gewesen bin, wie du in diesem Artikel nachlesen kannst 😉 ) findest du im gerade erschienenen Werk „Wireless Life Guide“ von Sebastian Kühn. Darin findest du auf mehreren hundert Seiten Informationen angefangen von der Entwicklung deines Lebensstils, über das selbstbestimmte leben und ortsunabhängige Arbeiten bis hin zu Wachstumstipps und einem eigenen Kapitel über das Leben und Arbeiten im Ausland. Die Investition lohnt sich auf jeden Fall.

 

 

Diese Seite wird immer wieder überarbeitet und erweitert. Wiederkommen lohnt sich also! 

Haben wir noch etwas wichtiges vergessen? Hast du noch Fragen? Dann freuen wir uns natürlich sehr über einen Kommentar!

19 Kommentare

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  4. Hallo Stefanie,

    danke für die Verlinkung. Mutig die Begriffserläuterung der Digitalen Nomaden, hab das mal in einem DNX Aritkel angerissen und war froh, dass das niemand kritisierte. Die Erläuterung ist ja fast nicht machbar. Wie du schreibst, ist es wohl wirklich mehr ein Gefühl. Selbst mancher, der in meinen Augen ein Digitaler Nomade ist, lehnt das manchmal ab und behauptet es nicht zu sein. Schon seltsam manchmal 🙂

    Viele liebe Grüße
    Tanja

    • Hallo Tanja,

      ach nein, besonders mutig ist das eigentlich nicht 😉 Ich finde es eher wichtig, dass diejenigen, die bei uns mitlesen, wissen von was ich spreche, wenn ich den Begriff „Digitaler Nomade“ benutze. Aber wie Du schon fest gestellt hast, so ist es tatsächlich ein bisschen eine „Glaubenssache“, was nun ein Digitaler Nomade ist oder auch nicht. Und ob man in eine Schublade gesteckt werden möchte oder nicht. Ich persönlich finde es einfacher zu sagen „ich bin Digitale Nomadin“ als jedes Mal in vielen Sätzen erklären zu müssen, was ich mache und warum.
      Aber letztlich sind doch alle Namen Schall und Rauch 😀

      Liebe Grüße zurück
      Steffi

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  6. Ich finde es sehr schön, dass du schreibst, dass man digitaler Nomade ist, wenn man sich so fühlt. Ich finde wir sollten uns nicht vorschreiben lassen, wie wir zu leben haben, oder nach welchen Kriterien man nun genau digitaler Nomade ist, sondern einfach das Leben genießen. Digitales Nomadentum bedeutet für mich Selbstbestimmung und Entdecken. Ob das nun auf einem anderen Kontinent, oder im Garten ist, ist dabei für mich eher zweitrangig. Denn eine Nomadin bin ich eher in der Seele. Ich fühle mich einfach nirgendwo Zuhause, ich habe ständig dieses Fernweh. Ich habe sogar Fernweh, wenn ich in der Ferne bin. Darum habe ich für mich herausgefunden, dass für mich einfach wichtig ist, wie ich lebe und nicht unbedingt wo ich lebe.
    Viele Grüße, Anja

    • Hallo Anja,

      das hast Du schön gesagt! Ich glaube auch, dass es eine Lebensweise ist, die eine grundsätzliche Einstellung zu einem selbstbestimmten Leben in sich trägt. Und da ist es im Grunde genommen egal, wie man sich oder diese Lebensweise bezeichnet. Für diejenigen, die einen dabei nicht verstehen, ist es auch total zweitrangig, ob man sagt man sei Digitale Nomadin, Weltenbummlerin oder Weltreisende. Sie verstehen einen so oder so nicht 🙂
      Deswegen hast Du Recht, wenn Du schreibst, dass es wichtig ist das eigene Leben zu genießen. Schließlich haben wir (vermutlich) nur dieses eine.

      Liebe Grüße
      Steffi

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  10. Hi Steffi,

    erst einmal Danke! Solche Artikel machen mir immer wieder Mut.
    Ich bin jetzt seit 2 Jahren mit der Schule fertig, habe 10000 Sachen ausprobiert. Alles nichts für mich. Ich kann diese Lebensstandards wie wir sie hier haben einfach nicht mit meinem Inneren vereinbaren und erkenne mich selbst in deinen Worten wieder.
    Mit dem Digitalen Nomadenleben beschäftige ich mich schon seit längerer Zeit und bin einfach total von dieser Lebensweise überzeugt. Naja momentan mache ich Nägel mit Köpfen und werde das Projekt angehen 🙂
    Macht bitte bitte weiter so!
    Liebe Grüße

    • Hallo Florentina,

      vielen lieben Dank für Dein Lob! Es freut mich immer sehr, wenn meine Artikel jemandem helfen und/oder gefallen 🙂

      Ich glaube tatsächlich ganz fest daran, dass jeder seinen eigenen Weg finden und ein erfülltes Leben führen kann. Auch abseits der „normalen“ Art und Weise. Also lass Dich nicht abbringen von Deinem Traum! Mit Durchhaltevermögen, Herzblut und einem Plan schaffst Du es bestimmt.

      Aufmunternde Grüße von Steffi

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  14. Ich schließe mich da vor allem der Aussage von dir und Anja an…wichtig ist wie du dich selbst fühlst und wie du leben möchtest! Vermeintliche gesellschaftliche Verpflichtungen sollten niemanden davon abhalten das eigene Leben so zu gestalten, wie es einen rundum glücklich macht und jeden Tag auf’s Neue zum Lächeln bringt. Wichtig ist was sich jeder selbst für sein Leben wünscht…für mich ist es der Wunsch nach Freiheit und einem selbstbestimmten Leben voller Abenteuer und fröhlicher Erlebnisse.

    Und das ist es wohl zum Teil auch was Digitale Nomaden ausmacht. Sie nehmen ihr Leben in die Hand, überwinden ihre Ängste und gehen ihren Zielen nach – ohne wenn und aber und ohne sich von anderen aufhalten zu lassen.

    Ein toller Artikel, um etwas Licht hinter den Begriff des Digitalen Nomadentums zu bringen liebe Steffi!
    Danke dafür und viele liebe Grüße,
    Anja

    • Hallo Anja,
      vielen Dank für das Lob! Es freut mich, wenn das, was ich schreibe, anderen gefällt. Denn im Grunde genommen geht es ja genau darum 😉
      Und ja, Du hast Recht: Es ist im Grunde genommen egal, wie wir es nennen, wenn es uns nur gut tut!

      Ich wünsche Dir viel Spaß bei Deinem selbstbestimmten Leben!
      Und wer weiß, vielleicht trifft man sich irgendwo auf der Welt mal 🙂
      Steffi

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