Die ewige Suche nach dem Internet

Der Felsen von Gibraltar mit Wolken
Manchmal ist es mit den Sorgen wie mit dem Felsen von Gibraltar - alles im Nebel verborgen!
Der Felsen von Gibraltar mit Wolken
Manchmal ist es mit dem Internet wie mit dem Felsen von Gibraltar – alles im Nebel verborgen!

Ein großer Vorteil beim Arbeiten unterwegs ist die Tatsache, dass wir nur eine Internetverbindung brauchen, um Geld zu verdienen. Ein großer Nachteil beim Arbeiten unterwegs ist die Tatsache, dass wir eine Internetverbindung brauchen, um Geld zu verdienen.

Ja, so sieht es aus. Was im Grunde genommen ein Vorteil ist, kann sich schnell zu einem Nachteil entwickeln. Denn wenn du es anders ausdrückst, so sind wir vom Internet abhängig. Eine Zeitlang verdienen wir auch Geld, wenn wir offline sind. Aber momentan sind unsere Projekte noch nicht so groß, dass diese Zeit sonderlich lang ist. Wir müssen zwar sicherlich nicht 24 h online sein (und versuchen das auch so gut es geht zu vermeiden), aber so ein paar Stunden am Tag brauchen wir dann doch eine stabile Internetverbindung. Das meint, eine Verbindung, die nicht jede Minute abbricht und zu der wir uns ständig neu verbinden müssen. Und das meint außerdem eine Verbindung, die wenigstens so schnell ist, dass ein Bild in unseren Blog hoch laden nicht eine halbe Stunde braucht.

Jetzt sollte man ja meinen, dass Internet heutzutage kein Problem mehr darstellt. Doch wenn du so wie wir viel unterwegs bist und wirklich mit und in diesem Internet arbeitest, wirst du schnell feststellen, dass es oft so ist, wie im Trüben zu fischen. Sebastian hat mit 10 GB im Monat schon einen recht guten Datentarif auf seinem Handy, meiner ist mit 500 MB im Ausland recht dürftig (dafür aber auch nur 1/4 so teuer). Die spanischen Prepaid-Karten liegen bei maximal 3 GB. Für viele mag das vollkommen ausreichend sein. Für uns wird es bei konzentriertem Arbeiten, das immer auch viele Bilder beinhaltet, gegen Mitte bis Ende des Monats eng. Manchmal, wenn wir Glück haben, hat ein Stellplatzbetreiber den Nutzen einer schnellen und stabilen Internetverbindung erkannt und bietet diese sogar kostenlos an. In solchen Momenten zahlen wir aber auch gerne dafür. Im Moment auf dem Stellplatz Marina Alcaidesa in La Linea in unmittelbarer Nachbarschaft zu Gibraltar erleben wir das ganze Gegenteil: teuer und unbenutzbar, da die Verbindung wirklich am laufenden Band zusammenbricht und wir uns neu einloggen müssen. Zu allem Überfluss ist es Ende des Monats und unsere „Back-Up-Daten-Karte“ hat die Zusammenarbeit eingestellt. Sebastian brauchte, um sie reparieren zu können, Internet.

Abziehende Wolken vom Felsen in Gibraltar
Irgendwann lichtet der Nebel sich wieder. Bestimmt auch bei uns und dem Internet.

An manchen Tagen und Orten fällt es uns leicht auf Aufgaben auszuweichen, die kein Internet brauchen oder aber auch abzuschalten und nicht zu arbeiten. Manchmal haben wir aber Aufgaben zu erledigen und müssen eigentlich arbeiten. Wenn uns dann solche Dinge im Nacken sitzen, ist es besonders ärgerlich, wenn die Technik uns einen Streich spielt. Vielleicht ist tatsächlich Satelliten-Internet eine Lösung für uns. Sie wäre nur mit unserer momentanen Reisegeschwindigkeit eine sehr teure Alternative, da ständig (relativ hohe) Wechselgebühren anfallen würden. Lohnt es sich also, ein wenig mehr Geld auszugeben und langsamer zu reisen? Oder passen wir lieber unseren Arbeitsrhythmus an das Internet an?

Schild von einem Restaurant mit Fish & Chips
Natürlich muss es in Gibraltar auch ordentliche Fish & Chips geben!

Im Moment können wir uns dahingehend noch nicht entscheiden und versuchen das Beste aus der Situation zu machen. Heute indem wir einen zweiten Ausflug nach Gibraltar unternommen haben. Die Tatsache, dass da ein Stück England in Spanien ist, das auch noch über eine Start- und Landebahn betreten wird, ist auch beim zweiten Besuch nicht weniger merkwürdig.

Postkarten von Gibraltar mit einer Briefmarke mit der Queen
Postkarten: in England gekauft, in Spanien geschrieben und wieder in England abgeschickt.

Du siehst, es ist nicht immer ganz so einfach, wie es sich anhört, Digitaler Nomade zu sein. Aber du siehst auch, dass du auf Reisen die merkwürdigsten, faszinierendsten Orte und Menschen triffst. Alles in allem wollen wir es auf keinen Fall missen!

Zutaten für selbst angesetzten Zimtschnaps
Unser Einkauf heute in Gibraltar: brauner Rum, aus dem wir nach einem (etwas angepassten) Rezept von Ida Zimtschnaps angesetzt haben.

Wie geht es Dir? Reist Du gerne?

Was hast Du schon merkwürdiges erlebt?

Wir freuen uns wie immer über einen Kommentar!

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Über Steffi 80 Artikel
Ich bin Stefanie und reise mit meinem Mann als Digitale Nomaden um die Welt. Auf unserem Blog schreibe ich hauptsächlich über die Gedanken und Vorbereitungen auf dem Weg zum Start unserer Reise ebenso wie die Aufgaben, die sich uns unterwegs stellen.

4 Kommentare

    • Hallo Jörg,

      der Holger ist uns immer einen Schritt voraus! In Tarifa haben wir ihn noch erwischt, aber jetzt ist er schon auf dem Weg nach Portugal und wir sind noch in Sanlúcar de Barrameda. Er ist einfach zu flink – oder wir zu langsam 😉
      Macht nichts, Spaß haben wir trotzdem alle (denke ich)!
      Liebe Grüße zurück
      Steffi

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