Plan B dringend erforderlich!

Campinplatz Cap Blanch in Altea
Campinplatz Cap Blanch in Altea
Campinplatz Cap Blanch in Altea
Campinplatz Cap Blanch in Altea

Heute haben wir uns ein kleines bisschen davon überrumpeln lassen, dass wir keinen Plan B hatten. Das Ende vom Lied? Wir sitzen auf einem Campingplatz inmitten von Blumenbeeten und Gartenzwergen…

Ganz so schlimm wie in meiner Einleitung beschrieben, ist es dann wahrscheinlich doch nicht. Denn wenn ich ehrlich bin, habe ich noch keinen Gartenzwerg gesehen. Aber gewundert hätte es mich auch nicht… Aber der Reihe nach:

Wir hatten uns die letzten Wochen seit wir in Spanien zum Überwintern sind, immer mal wieder mit anderen Digitalen Nomaden auf Rädern ausgetauscht. Darunter auch Nima von Abenteuer Spanien, die mit Steve, dem Wohnmobil Horst und ihren zwei Hunden weitestgehend autark lebt. Das finden wir genauso spannend, wie ihr Satelliten-Internet und das Leben im Wohnmobil mit Hunden. Also war schnell der Plan gefasst sich mal zu treffen und auszutauschen. Und da uns jetzt endlich mal nur 150 km trennen, hatten wir gestern die Idee, zu den beiden auf den Berg zu fahren.

Der Ilfach in Calpe
Der Ilfach in Calpe

Nun war die letzte Nacht mit 4 Grad die kälteste Nacht, die wir bisher erlebt haben. Und auf dem Berg in über 1000 km Höhe, wo Nima und Steve gerade stehen, ist es sicherlich noch kälter. Zusammen mit der Tatsache, dass wir eh entsorgen müssen, bevor wir eine weitere Nacht frei stehen, hatten wir unsere Pläne schnell angepasst und entschieden, erst noch eine Nacht in Altea auf einem Stellplatz zu verbringen und danach zu ihnen zu fahren. Gesagt, getan.

Auf unserem Weg weiter Richtung Süden waren wir anfangs froh die Wolken hinter uns zu lassen und mit der Sonne auch wieder höhere Temperaturen zu genießen. Die Sonne schien, die Landschaft rund um Calpe und Altea war atemberaubend und der Stellplatz sollte direkt am Meer liegen. Was konnte da schon passieren?

Nun zum Beispiel, dass der Stellplatz bis auf den letzten Zentimeter belegt ist und ein paar Hundert Meter weiter ein Campingplatz liegt, aber auf dem Weg dahin keine Gelegenheit zum Parken und Nachdenken bleibt. Außerdem war es Mittagszeit, wir hungrig, wollten duschen und vor und hinter uns andere Wohnmobile. Also sind wir dem Gruppenzwang des Momentes gefolgt und auf einem Campingplatz gelandet (was wir nie wollten), der größtenteils von Dauercampern belegt ist, die aus ihren wirklich großen Plätzen ganze Gärten gemacht haben (was wir nie verstehen werden), und bei dem das WLAN zwar im Preis enthalten, aber so gut wie nicht existent ist (was insbesondere Sebastian wohl niemals verstehen wird 🙂 ).

Eine Straße mit Palmen und Dauercampern
Die Plätze der Dauercamper sehen eher aus wie mitgebrachte Wohnzimmer nebst Terrassen.
Ein Eichhorn, mit Nuss, vollkommen uninteressiert an uns ;-)
Wenigsten hatten wir nette tierische Gesellschaft: Ein Eichhorn, mit Nuss, vollkommen uninteressiert an uns 😉

Und dann kam auch noch das schlechte Wetter hinter uns her und es regnete den ganzen Nachmittag.

Tja nun, eines unserer Lebensmottos lautet, in allem das Positive zu sehen. Und so freue ich mich wieder einmal über die Möglichkeit unsere Heizung andrehen zu können, darüber dass unsere Wäsche sauber, trocken und zusammengelegt in unseren Schränken liegt und dass wir unser Klo wieder benutzen können. Und zur Krönung habe ich ganz ohne schlechtes Gewissen und mit dem Gedanken, dass ich die 25 Euro, die eine Nacht hier in der Nebensaison kostet, ja irgendwie ausnutzen muss, anstelle der üblichen 5 Minuten bestimmt 10 Minuten (oder sogar länger?!) heiß geduscht.

So. Und morgen trauen wir uns dann doch in die Berge. Wir haben ja warme Kleidung und eine Heizung.

Übrigens der Campingplatz Cap Blanch in Altea – Alicante ist für alle, die gerne länger an einem Ort sind hervorragend geeignet. Das Meer liegt genau auf der anderen Straßenseite und der weiße Kieselstrand bietet in Verbindung mit den umliegenden Bergen einen spektakulären Ausblick. Auf dem Platz sind die Parzellen zum Teil wirklich riesengroß und es wird neben (wohl kostenlosen) Yoga- und Pilateskursen auch regelmäßige Bridge- und sonstige Spiele- und Tanzabende veranstaltet. Nur sind wir wirklich nicht die Zielgruppe… und damit bleibt es wohl auch unser letzter Campingplatz-Aufenthalt. (Hm… das haben wir im Juli auch schon gesagt…)

Und was sind so Deine Erfahrungen mit Campingplätzen, geänderten Plänen und dergleichen?

Wir freuen uns über jeden Kommentar!

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Über Steffi 80 Artikel
Ich bin Stefanie und reise mit meinem Mann als Digitale Nomaden um die Welt. Auf unserem Blog schreibe ich hauptsächlich über die Gedanken und Vorbereitungen auf dem Weg zum Start unserer Reise ebenso wie die Aufgaben, die sich uns unterwegs stellen.

1 Trackback / Pingback

  1. Gipfelstürmer - arbeiten unterwegs in den Bergen Spaniens

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